Perfekte Nahrung für Neugeborene22. Juni 2021 Privatdozent Dr. Niels Rochow (l.) und Dr. med. univ. Lea Kahlenberg erhalten den diesjährigen Forschungsförderpreis der NÜRNBERGER Krankenversicherung. Foto: Giulia Iannicelli / Klinikum Nürnberg Forscherinnen und Forscher der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg (PMU) wollen in einer Studie die Bewegung von Frühgeborenen messen. Ziel ist es, die Nahrung so zu optimieren, dass ein optimales Wachstum ermöglicht und Krankheiten vorgebeugt werden. Unterstützt werden sie dabei von der NÜRNBERGER Krankenversicherung. Am Anfang des Lebens wird der Grundstein für viele spätere Erkrankungen gelegt, wie zum Beispiel Adipositas, Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein guter Start ins Leben ist deshalb wichtig. Einen wichtigen Baustein dazu leistet die bestmögliche Ernährung für Früh- und Neugeborene. Denn sie ist eine wichtige Voraussetzung, dass sich Kinder körperlich und neurologisch optimal entwickeln können.Verbesserung der Körperzusammensetzung als Ziel In einem Forschungsprojekt wollen nun Forscherinnen und Forscher der Para-celsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg (PMU) die individuelle Bewe-gungsarbeit von Frühgeborenen messen. „Wir wollen herausfinden, wie die körperliche Aktivität der Frühgeborenen ist und wie viel zusätzliche Energie wir deshalb mit der Nahrung ausgleichen müssen. Wir erhoffen uns dadurch eine Verbesserung des Wachstums und eine optimale Körperzusammensetzung mit normaler Fettmasse und der besten neurologischen Entwicklung des Kindes“, erklärt Privatdozent Dr. Niels Rochow, Oberarzt der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche am Klinikum Nürnberg. Er leitet das Projekt gemeinsam mit Assistenzärztin Dr. med. univ. Lea Kahlenberg.Eine individuell zusammengesetzte Nahrung ist deshalb wichtig, weil eine zu geringe Nährstoffzufuhr unter anderem zu einer nicht ausreichenden neurologischen Entwicklung und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Ein Zuviel von Ernährung fördert zwar eine hervorragende neurologische Entwicklung, aber auch ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit und Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.Der gesamte Energieverbrauch eines Frühgeborenen setzt sich zusammen aus Wachstum, Grundumsatz und Bewegung. Wachstum und Grundumsatz – also die Energiemenge, die ein Frühgeborenes im Ruhezustand für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen braucht – können gemessen werden. Die Energie, die für die Bewegung benötigt wird, kann bisher noch nicht gemessen werden. Das wollen die Forscherinnern und Forscher nun ändern. „Mit den erhobenen Daten wollen wir erforschen, ob eine individuelle Nährstoffzufuhr basierend auf Wachstum, Grundumsatz und Bewegung die langfristige Entwicklung der Frühgeborenen positiv beeinflusst“, sagt Prof. Dr. Christoph Fusch, Ärztlicher Leiter der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche am Klinikum Nürnberg.Preisgeld der NÜRNBERGER Krankenversicherung Mit der vier Jahre dauernden Studie haben Rochow und das Team der Kinderklinik den Forschungsförderpreis zum Thema „Bewegung“ der NÜRNBERGER Krankenversicherung erhalten, der in Kooperation mit der PMU Nürnberg verliehen wird. „Das Projekt unterstützt die gesunde Entwicklung von Kindern. Deshalb freuen wir uns sehr, die Studie zu fördern“, sagt Christian Barton, Vor-stand der NÜRNBERGER Krankenversicherung AG. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.„Für die Unterstützung der NÜRNBERGER Krankenversicherung sind wir sehr dankbar. Sie trägt dazu bei, dass Forschung und Innovation zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten an unserem Universitätsmedizin-Campus der PMU möglich werden“, sagt Prof. Dr. med. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg.Schon seit vielen Jahren wird am Klinikum Nürnberg zur Ernährung von Neugeborenen geforscht. Das Augenmerk der Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler liegt aktuell darauf, den Kindern das bestmögliche Wachstum und die optimale Gehirnentwicklung zu ermöglichen.
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