Persistierende HPV-ctDNA mit kürzerer Progressionsfreiheit assoziiert25. April 2024 Foto: © Dr_Microbe – stock.adobe.com Bekanntlich werden die meisten Zervixkarzinome durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Die zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) HPV-positiver Tumoren kann Patientinnen mit dem höchsten Rezidivrisiko identifizieren. In einer früheren Pilotstudie hatten Wissenschaftler um Dr. Kathy Han vom Princess Margaret Cancer Centre in Toronto, Kanada, die digitale Polymerasekettenreaktion (dPCR) zur Bestimmung der ctDNA eingesetzt. Damals hatten ihre Ergebnisse gezeigt, dass am Ende der Radiochemotherapie (CRT) nachweisbare HPV-ctDNA mit einem schlechteren progressionsfreien Überleben (PFS) verbunden ist und ein NGS-Ansatz (HPV-seq) möglicherweise eine bessere Leistung erbringt als die dPCR. In ihrer aktuellen prospektiven, multizentrischen Studie ging es nun darum, HPV-ctDNA prospektiv als Instrument zur Früherkennung einer Resterkrankung zu validieren. Einbezogen wurden Patientinnen mit Zervixkarzinom im Stadium IB-IVA, die zwischen 2017 und 2022 mit einer CRT behandelt wurden. Die Teilnehmerinnen wurden zu eingangs, am Ende der CRT, 4–6 Wochen sowie 3 Monate nach der CRT einer Phlebotomie zur Bestimmung der HPV-ctDNA-Spiegel unterzogen. Die HPV-Genotyp-spezifischen DNA-Spiegel im Plasma wurden sowohl per dPCR als auch mit HPV-seq quantifiziert. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, gab es nach einer medianen Nachbeobachtung von 2,2 Jahren (Spanne 0,5–5,5) unter den 70 Frauen mit HPV+ Zervixkarzinom 24 PFS-Ereignisse. Patientinnen mit nachweisbarer HPV-ctDNA in der dPCR am Ende der CRT, 4–6 Wochen bzw. und 3 Monate nach der CRT hatten ein signifikant schlechteres 2-Jahres-PFS als jene mit nicht nachweisbarer HPV-ctDNA (77% vs. 51%; P=0,03; 82% vs. 15%; P<0,001 bzw. 82% vs. 24%; P<0,001). Die mediane Zeit bis zum Rezidiv geben die Autoren mit 5,9 Monaten an. Darüber hinaus stellten sie fest, dass HPV-seq zu ähnlichen Ergebnissen kam wie die dPCR. In multivariablen Analysen blieb die HPV-ctDNA, die per dPCR und HPV-seq nachweisbar war, unabhängig mit einem schlechteren PFS verbunden. Autoren: Han K et al. Studie: Clinical Validation of Human Papilloma Virus Circulating Tumor DNA for Early Detection of Residual Disease After Chemoradiation in Cervical Cancer Quelle: J Clin Oncol 2024;42(4):431-440. (open access) Web: doi.org/10.1200/JCO.23.00954
Mehr erfahren zu: "YouTuber sammelt 60 Millionen Euro für krebskranke Kinder" YouTuber sammelt 60 Millionen Euro für krebskranke Kinder Ein Song, ein Stream, ein Wunder: Mit prominenter Unterstützung bekommt ein polnischer Influencer viel Geld für kranke Kinder zusammen. Auch Torjäger Lewandowski und Tennisstar Swiatek machen mit.
Mehr erfahren zu: "Mehr Tierwohl im Labor: KI hilft, Schmerzen besser zu erkennen" Mehr Tierwohl im Labor: KI hilft, Schmerzen besser zu erkennen Die Überwachung von Schmerz und Wohlbefinden ist für Tierversuche unerlässlich. Doch die derzeitigen Einschätzungen sind subjektiv und oft ungenügend. Ein neu von der ETH Zürich entwickeltes System namens „Grimace“ standardisiert […]
Mehr erfahren zu: "Neue Maßstäbe für die metagenomische Mikrobiomanalyse" Neue Maßstäbe für die metagenomische Mikrobiomanalyse Ein Forschungsteam der RWTH Aachen hat eine wichtige Methode der metagenomischen Mikrobiomanalyse systematisch auf Potenzial und Grenzen geprüft. Die Ergebnisse sollen ein präziseres Verständnis davon ermöglichen, welche Bakterien den menschlichen […]