Personalisierte Asthmakontrolle: Vervierfachung der Kortikoid-Dosis17. Oktober 2018 © Orawan – fotolia.com Asthma-Exazerbationen ängstigen die Patienten und können in manchen Fällen tödlich verlaufen. Eine britische Forschergruppe hat nun einen Plan für ein persönliches Asthma-Management entwickelt, welcher eine zeitweise Vervierfachung der Dosis inhalativer Kortikoide vorsieht. Diese solle vorgenommen werden, sobald sich eine Verschlechterung des Asthmas ankündigt. Die Autoren führten hierzu mit heranwachsenden und erwachsenen Patienten, die in den letzten 12 Monaten mindestens eine Exazerbation durchliefen eine pragmatisch ausgerichtete, nicht verblindete, randomisierte Untersuchung durch. Sie verglichen dabei über einen Zeitraum von 12 Monaten die persönlichen Aktionspläne, die eine solche Dosiserhöhung beinhalteten, mit den Managementplänen, die keine Dosiserhöhung vorsahen. Primärziel war der Zeitraum bis zur ersten schweren Asthma-Exazerbation, definiert durch die Notwendigkeit systemischer Glukokortikoide oder ungeplante Konsultationen eines Arztes aufgrund der Verschlechterung. Es wurden insgesamt 1992 Patienten randomisiert, wovon 1871 in die Endauswertung eingezogen wurden. Die Anzahl der Patienten, die innerhalb eines Jahres nach Randomisierung eine schwere Exazerbation durchliefen, betrug in der Dosiserhöhungsgruppe 420 (45 %), in der Nichterhöhungsgruppe 484 (52 %); der adjustierte Risikoquotient für den Zeitraum bis zur ersten schweren Verschlechterung betrug 0,81 (95 % KI, 0,71-0,92; P = 0,0002). Die Rate schwerer Nebenwirkungen, die sich in erster Linie auf lokale Effekte der inhalierten Glukokortikoide belief, lag in der Dosiserhöhungsgruppe höher als in der Vergleichsgruppe. Fazit: Bei Einhaltung eines Plans zur Asthmakontrolle, der eine Vervierfachung der Dosis bei Anzeichen einer Verschlechterung vorsieht, kommt es seltener zu schweren Exazerbationen.
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