Phrenicus-Stimulation bei Schlafapnoe und Herzinsuffizienz26. April 2019 © Victor Koldunov – fotolia.com Die Stimulation des Nervus phrenicus reduzierte in einer aktuellen Studie den Schweregrad einer zentralen Schlafapnoe (CSA) bei Patienten mit Herzinsuffizienz (HF). Parallel dazu war diese CSA-Behandlung mit Vorteilen für die Lebensqualität bei HF verbunden. Die Wissenschaftler um Dr. Maria Rosa Costanzo vom Edward Heart Hospital hatten sich damit befasst, da das Vorliegen einer CSA bei HF-Patienten mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Dazu hatten sie alle 96 Patienten, die in der remede®-System-Pivotal-Studie randomisiert wurden und bei denen bei Studienbeginn eine HF identifiziert worden war, eingeschlossen. Die Wirksamkeitsdaten der Behandlungs- und früheren Kontrollgruppen wurden auf Basis der Monate seit der Aktivierung der Therapie zusammengefasst. Die Ergebnisse wurden im „European Journal of Heart Failure“ publiziert. Wie Costanzo und ihre Kollegen berichten, hatten sich die Kennzahlen für den Schlaf und die Lebensqualität nach 6 und 12 Monaten gegenüber dem Ausgangswert verbessert. Nach 12 Monaten hatten sich die Werte auf dem Minnesota Living with Heart Failure Questionnaire (MLHFQ) um –6,8±20,0 reduziert (p=0,005). Die 6-Monats-Rate der HF-bedingten Krankenhausaufenthalte betrug 4,7% bei behandelten Patienten (Standardfehler=3,3) und 17,0% bei den Kontrollpatienten (Standardfehler=5,5) (p=0,065). Fazit Die Phrenicus-Stimulation reduziert den Schweregrad der CSA bei Patienten mit HF. Die berichteten nachteiligen Ereignisse seien so ausgefallen, wie es für ein transvenöses implantierbares System zu erwarten gewesen sei, ergänzen die Autoren. (sf) Autoren: Costanzo MR et al. Korrespondenz: [email protected] Studie: Phrenic nerve stimulation to treat patients with central sleep apnoea and heart failure Quelle: Eur J Heart Fail 2018;20(12):1746–1754. Web: https://doi.org/10.1002/ejhf.1312
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