Pilotstudie zu App-basiertem Edukationsprogramm vorgestellt

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Der Studienbereich Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit präsentierte auf dem Kongress der Osteoarthritis Research Society International (OARSI) in den USA Ergebnisse zur Versorgung.

Auf dem diesjährigen Kongress für Arthroseforschung der „Osteoarthritis Research Society International“ (OARSI) kamen vom 17. bis zum 20. März 2023 in Denver, Colorado, mehr als 1200 Teilnehmende aus Forschung und Versorgungspraxis zusammen. Der Kongress fand unter dem Thema „Challenges Ahead in Osteoarthritis Research“ statt.

Franziska Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Kooperation mit der Universität Utrecht, präsentierte Ergebnisse der Pilotstudie „eTrEat“ (elektronisches Trainings- und Edukationsprogramms für Menschen mit Hüft- und/oder Kniearthrose).

Die Pilotstudie des Projekts wurde in Zusammenarbeit mit den Masterstudierenden der Physiotherapiewissenschaft Sandra Stuhrmann und Yannick Blum der HS Gesundheit unter Betreuung von Prof. Christian Grüneberg in Kooperation mit Dr. Corelien Kloek der Hochschule Utrecht und Prof. Cindy Veenhof der Hochschule und Universität Utrecht durchgeführt.

Weber untersucht im Rahmen Ihrer Promotion ein App-basiertes Trainings- und Edukationsprogramm, welches selbstständig ohne Anleitung eines*einer Physiotherapeut*in durchgeführt werden kann. Während des Kongresses stellte sie die Nutzerfreundlichkeit und Effektivität der App dar. Die Pilotergebnisse weisen einen positiven Trend (Reduktion der Schmerzen und Verbesserung der Funktionsfähigkeit) der entwickelten Therapieform auf. „Das ‚eTrEAat‘-Projekt hat als reines App-basiertes Training wichtige Ergebnisse für unsere durch den Gemeinsamen Bundesausschuss geförderte ‚SmArt-E‘-Studie hervorgebracht, welche aktuell im Studienbereich Physiotherapie der HS Gesundheit durchgeführt wird. Insbesondere die Kombination von Präsenz- und Online-Therapie mittels des Blended Care Ansatzes ist dabei für uns sehr wertvoll“, erläutert Grüneberg.

Schwerpunkte auf dem OARSI-Kongress waren die digitalen Fortschritte in der Rehabilitation von Arthrose, Biomechanik und Ganganalysen der Patient*innen sowie genetische Faktoren, molekulare Mechanismen, bildgebende Verfahren und die Prävention und Therapie bei beginnender Arthrose, insbesondere vor dem Hintergrund der hohen und steigenden Häufigkeit dieser Erkrankung. „Aktuelle Studien beschäftigen sich zunehmend mit der Untersuchung präventiver Maßnahmen, wie Arthrose verhindert beziehungsweise verzögert werden kann“, so Weber. „Genau hier muss die Physiotherapie auch in Deutschland ansetzen und sich weiterentwickeln.“