Postmenopausale Osteoporose: Weniger Frakturen unter Teriparatid

Osteoporose
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Osteoporosemedikamente wurden noch nicht in klinischen Studien mit inzidenten Frakturen als primärem Endpunkt untersucht. In einer doppelblinden, randomisiert-kontrollierten Studie verglichen kanadische Wissenschaftler die Antifrakturwirksamkeit von Teriparatid und Risedronat bei Patientinnen mit schwerer Osteoporose.

Das Ergebnis: Bei postmenopausalen Frauen mit schwerer Osteoporose ist das Risiko neuer Wirbel- und klinischer Frakturen signifikant geringer, wenn sie mit Teriparatid anstatt mit Risedronat behandelt werden. Die Teilnehmerinnen hatten mindestens 2 mittelschwere oder 1 schwere Wirbelfraktur gehabt und wiesen einen T-Score ≤ -1,50 auf. Sie erhielten 24 Monate lang randomisiert 20 µg Teriparatid 1-mal täglich plus ein orales Placebo 1-mal wöchentlich oder 35 mg orales Risedronat 1-mal wöchentlich plus tägliche Injektionen mit einem Placebo. In beide Gruppen wurden jeweils 680 Patientinnen eingeschlossen. Nach 24 Monaten war es in der Teriparatid-Gruppe bei 28 Frauen (5,4 %) und in der Risedronat-Gruppe bei 64 Frauen (12,0 %) zu neuen Wirbelfrakturen gekommen (RR 0,44 [95 %-KI 0,29–0,68]; p<0,0001). Zu klinischen Frakturen kam es bei 30 Patientinnen (4,8 %) in der Teriparatid-Gruppe und 61 Patientinnen (9,8 %) in der Risedronat-Gruppe (HR 0,48 [95 %-KI 0,32–0,74]; p=0,0009).

Nicht vertebrale Fragilitätsfrakturen traten bei 25 (4,0 %) mit Teriparatid behandelten Frauen und 38 (6,1 %) mit Risedronat behandelten Frauen auf (HR 0,66 [95 %-KI 0,39–1,10]; p=0,10).

Autoren: Kendler DL et al.
Korrespondenz: University of British Columbia, Vancouver, Kanada
Studie: Effects of teriparatide and risedronate on new fractures in post-menopausal women with severe osteoporosis (VERO): a multicentre, double-blind, double-dummy, randomised controlled trial
Quelle: Lancet 2017 Nov 9.
Web: www.thelancet.com/journals/lancet

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