Postmenopause: Bewegungstraining reduziert Entzündungsmarker17. September 2021 © Viacheslav Lakobchuk – stock.adobe.com (Symbolbild) Die postmenopausale Lebensphase kann mit einer erhöhten systemischen Entzündung verbunden sein, die durch körperliches Training gemildert werden kann. Die Auswirkungen von Bewegungstraining auf Entzündungsmarker bei postmenopausalen Frauen bedürfen jedoch weiterer Aufklärung. Daher haben Mousa Khalafi von der Universität Teheran (Iran) und seine Kollegen eine systematische Übersicht und Metaanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass körperliches Training bei postmenopausalen Frauen eine wirksame Intervention zur Reduzierung von proinflammatorischen Markern und der Erhöhung von Adiponektin sein kann. Für ihre Recherchen nutzten die Wissenschaftler PubMed, Scopus, Cochrane Central Register of Controlled Trials (CENTRAL), Web of Science und Google Scholar. Sie identifizierten Studien, die bis April 2021 veröffentlicht wurden und bei postmenopausalen Frauen ein Bewegungstraining mit einem Kontrollzustand verglichen. Zudem umfassten die Artikel auch Informationen bezüglich einiger Entzündungsmarker (einschließlich C-reaktives Protein [CRP], Interleukin[IL]-6, Tumornekrosefaktor-alpha [TNF-α] und Adiponektin). Randomisierte oder nicht randomisierte kontrollierte Studien schlossen die Forscher gemäß den folgenden Kriterien ein: Artikel in Englisch, Beteiligung von postmenopausalen Frauen, Messwerte von Entzündungsmarkern (einschließlich IL-6, TNF-α, CRP oder Adiponektin) zu Beginn und nach Abschluss der Intervention und eine Trainingsinterventionsdauer von ≥4 Wochen. Die finalen Ergebnisse wurden dann aus den eingeschlossenen Studien extrahiert und standardisierte Mittlelwertdifferenzen (SMD) und 95%-KIs berechnet. Die Studienautoren fanden 32 Studien, die 38 Interventionsgruppen repräsentierten und 1510 postmenopausale Frauen umfassten. Insgesamt reduzierte körperliches Training IL-6 (–0,75 [95%-KI –1,07 bis –0,42]; P<0,001; 20 Interventionen), TNF-α (–0,64 [95%-KI –0,91 bis –0,37]; p<0,001; 24 Interventionen) und CRP (–0,64 [95%-KI –0,91 bis –0,38]; p<0,001; 21 Interventionen] signifikant. Der Adiponektinspiegel wird im Vergleich zu den Kontrollgruppen hingegen durch Training erhöht (0,98 [95 %-KI 0,10–1,86]; p=0,02; 6 Interventionen). Darüber hinaus deuteten Subgruppenanalysen darauf hin, dass insbesondere Aerobic-, Kraft- und Kombinationstraining dazu in der Lage sind, IL-6, TNF-α und CRP signifikant zu reduzieren (p<0,05). Das Training verbesserte diese Werte außerdem sowohl bei jüngeren (Alter <64 Jahre) als auch älteren (Alter ≥64 Jahre) Studienteilnehmerinnen (p<0,05). Fazit Die Ergebnisse der Metaanalyse legen nahe, dass körperliches Training bei postmenopausalen Frauen eine wirksame Intervention zur Reduzierung von proinflammatorischen Markern und der Erhöhung von Adiponektin sein kann. (sh) Autoren: Khalafi M et al. Korrespondenz: [email protected] Studie: The impact of exercise training on inflammatory markers in postmenopausal women: A systemic review and meta-analysis Quelle: Exp Gerontol 2021;150:111398. Web: https://doi.org/10.1016/j.exger.2021.111398
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