Präeklampsie: Review nimmt Pathophysiologie unter die Lupe21. Dezember 2020 © Anna – stock.adobe.com (Symbolbild) Ein JACC State-of-the-Art Review beschäftigt sich mit der Präeklampsie, die 2–8% der Schwangerschaften weltweit betrifft und signifikante maternale und perinatale Morbidität und Mortalität verursacht. Hypertonie und Proteinurie seien die Eckpfeiler der Krankheit, obwohl systemische Organdysfunktionen auftreten könnten, schreiben Dr. Christopher W. Ives von der University of Alabama at Birmingham, USA, und Kollegen. Das klinische Syndrom beginnt mit einer anomalen Plazentation mit anschließender Freisetzung antiangiogener Marker, vermittelt hauptsächlich durch lösliche fms-artige Tyrosinkinase-1 (sFlt-1) und lösliches Endoglin (sEng). Hohe sFlt-1- und sEng-Spiegel führen zu endothelialer Dysfunktion, Vasokonstriktion und Immundysregulation, die sich negativ auf jedes Organsystem der Mutter und den Fötus auswirken können. Bislang sei die Geburt die einzige definitive Behandlung, führen die Autoren aus. Niedrig dosierte Acetylsalicylsäure werde in Hochrisiko-Populationen zur Prophylaxe empfohlen, andere Behandlungsmöglichkeiten seien begrenzt. Daher halten die Autoren weitere Forschungsarbeiten für erforderlich, um die Pathophysiologie zu klären und somit potenzielle therapeutische Ziele für eine verbesserte Behandlung und somit auch bessere Outcomes zu identifizieren. Fazit Bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen wahrscheinlich eine Rolle bei der Entwicklung einer Präeklampsie. Niedrig dosierte Acetylsalicylsäure werde in Hochrisiko-Populationen zur Prophylaxe empfohlen. (sf) Autoren: Ives CW et al. Korrespondenz: Christopher W. Ives; [email protected] Studie: Preeclampsia-Pathophysiology and Clinical Presentations: JACC State-of-the-Art Review Quelle: J Am Coll Cardiol 2020;76(14):1690–1702. Web: https://doi.org/10.1016/j.jacc.2020.08.014
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