Präventionsprogramm macht Schüler fitter30. Mai 2018 Foto: Salome Roessler/DAK-Gesundheit Ein Jahr nach dem Start des bundesweiten Präventionsprogrammes „fit4future“ bewegen sich die teilnehmenden Kinder mehr und sind körperlich fitter. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Technischen Universität München an insgesamt 730 Jungen und Mädchen zu Beginn und am Ende der zweiten Klasse. Das von der Cleven-Stiftung und der Krankenkassen DAK-Gesundheit initiierte Programm „fit4future“ setzt in Grund- und Förderschulen an und vermittelt den Schülern Spaß an Bewegung, ausgewogener Ernährung und gibt Impulse zur Stressbewältigung und Entspannung. Seit Start der Initiative im Jahr 2016 nehmen 1500 Schulen mit rund 450.000 Kindern und Lehrkräften in ganz Deutschland am Präventionsprogramm teil. Im Herbst 2018 kommen 500 weitere Grund- und Förderschulen hinzu. „Die Ergebnisse im ersten Projektjahr spiegeln signifikante Verbesserungen im Bereich der körperlichen Fitness sowie eine Zunahme der körperlichen Aktivität der Kinder wider“, sagte Prof. Martin Halle, Leiter des Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der TU München. Der Anteil der Schüler, die täglich oder fast täglich mehr als 60 Minuten körperlich aktiv sind, stieg durch „fit4future“ von 18 auf 24 Prozent an. Gleichzeitig ging der Anteil der Kinder, die täglich Süßigkeiten essen, von 40 Prozent auf 34 Prozent zurück. Auf zuckerhaltige Getränke verzichtete jedes fünfte Kind nach Ablauf der zweiten Klasse. Zuvor waren es nur 14 Prozent. Die körperliche Verfassung der Kinder wurde mit einem Fitnesstest ermittelt und durch die Wissenschaftler ausgewertet. So absolvierten Kinder aus 25 Schulen jeweils sechs verschiedene Übungen zu motorischen Grundeigenschaften wie Gleichgewicht, Beweglichkeit, Sprungkraft und Schnelligkeit. In fünf von sechs Disziplinen wurden dabei „signifikante Leistungssteigerungen“ beobachtet, heißt es im Studienbericht der Wissenschaftler. Zu Beginn der Initiative im Jahr 2016 hatte die DAK-Studie „Gesundheitsfalle Schule“ ergeben, dass rund 70 Prozent der Lehrkräfte in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg von Gesundheitsproblemen bei den Schülern feststellten. „Vor diesem Hintergrund ist die positive Wirkung von „fit4future“ sehr erfreulich“, erklärte auch Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Kinder und Jugendliche schon früh für ihre Gesundheit zu sensibilisieren.“ Darüber hinaus gibt die Evaluation auch Einblicke in die Freizeitgestaltung der Grundschüler. So verbringen die Zweitklässler täglich durchschnittlich 80 Minuten vor dem Fernseher, während sie für die Schulvorbereitung nur halb so viel Zeit aufwenden. Im Hinblick auf die PC-, Konsolen- und Internet-Nutzung zeigt sich, dass Jungen mit 76 Minuten am Tag deutlich länger spielen und surfen als Mädchen mit 48 Minuten. Demgegenüber liegt die Anzahl der wöchentlichen Sportstunden in der Schule bei durchschnittlich nur 2,7 Stunden. Außerdem gaben zwei Drittel der Zweitklässler an, dass Streit oder Mobbing für sie ein regelmäßiges Thema in der Schule sei. Mehr zu fit4future: www.dak.de/fit4future und www.fit-4-future.de
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