Primäre membranöse Nephropathie: Hoher Fett-Masse-Index ist ein Risikofaktor

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In einer aktuellen Studie erwies sich der Fett-Masse-Index (FMI) bei Patienten mit primärer membranöser Nephropathie (PMN) als unabhängiger Risikofaktor für eine vollständige Remission (complete remission, CR) der Proteinurie.

Die Forschungsarbeit aus China untersuchte den Zusammenhang zwischen Indikatoren der Körperzusammensetzung und dem Harnproteinspiegel sowie der Remission der Proteinurie bei Patienten mit PMN. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Kidney Diseases“ veröffentlicht.

Diese retrospektive Studie umfasste Patienten mit PMN, die mittels Nierenbiopsie diagnostiziert wurden und zwischen Juli 2020 und Mai 2025 eine basale Proteinurie von ≥ 3,5 g/d aufwiesen. Die Körperzusammensetzung wurde bei Studieneinschluss mittels bioelektrischer Impedanzanalyse vor jeglicher Behandlung bestimmt.

Korrelation mit dem Proteinurie-Niveau

Zu den Prädiktoren zählten der Körperfettanteil (percentage of body fat, PBF), der FMI und der Fettgewebsindex (adipose tissue index, ATI). Der Zusammenhang zwischen den Körperzusammensetzungsparametern und der Remission der Proteinurie wurde mittels Kaplan-Meier-Analyse und Cox-Regression untersucht. An der Studie nahmen 115 Patienten mit PMN teil, davon 75 (65,2 %) Männer mit einem Medianalter von 53,0 Jahren.

Zwischen Patienten mit CR der Proteinurie und solchen ohne CR zeigten sich signifikante Unterschiede in den Körperzusammensetzungsparametern, einschließlich PBF, FMI und ATI. Univariate und multivariate Cox-Regressionsanalysen zeigten, dass PBF, FMI und ATI unabhängig voneinander mit der Remission der Proteinurie assoziiert waren. Unter diesen Indizes war FMI, das von einer Flüssigkeitsüberladung unbeeinflusst bleibt, am stärksten und unabhängig mit der Remission der Proteinurie assoziiert.

Niedrigere Remissionsrate bei adipösen Männern

Im Vergleich zu nicht adipösen Patienten wiesen adipöse Personen (definiert als FMI >6 kg/m² bei Männern und >9 kg/m² bei Frauen) höhere Proteinurie-Ausgangswerte auf. In der geschlechtsspezifischen Analyse war die Wahrscheinlichkeit für nicht adipöse Männer, eine vollständige Remission zu erreichen, 3,586-mal höher als für adipöse Männer.

„Es zeigte sich, dass der FMI bei Patienten mit primärer membranöser Nephropathie positiv mit dem Proteinurie-Niveau korreliert und sich als unabhängiger Risikofaktor für eine vollständige Remission der Proteinurie erwies“, resümiert das Forscherteam um Erstautor Simeng Liu.

(ri/BIERMANN)