Prof. Armin Wolf hat die Leitung der Universitäts-Augenklink Ulm übernommen24. April 2020 Professor Dr. Armin Wolf leitet seit dem 1. April die Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm. Fotoquelle: Wolf Prof. Armin Wolf ist seit dem 1. April neuer Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm. Er ist Nachfolger von Professor Dr. Gerhard Lang, der die Ulmer Augenklinik 30 Jahre lang geleitet hat. „Die Augenheilkunde wird häufig als kleines Fach bezeichnet, was aber so nicht stimmt“, erklärt Wolf. So gehöre beispielsweise die Katarakt-Operation zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Operationen. Zudem würden in der Augenheilkunde insbesondere im Bereich der Netzhauttherapie oder -chirurgie aktuell mit die meisten Fortschritte in der Medizin gemacht. Tätigkeitssschwerpunkt intraokulare Chirurgie Der Tätigkeitsschwerpunkt von Wolf ist die intraokulare Chirurgie. Als internationaler Spezialist für Netzhautchirurgie, so teilt die Universität Ulm mit, hat er eine Expertise für besonders schwere Fälle – zum Beispiel Verletzungen – sowie für intraokulare Operationen im Säuglings- und Kindesalter entwickelt. „Für mich stellen komplizierte Fälle wie diese nach Trauma auftreten eine besondere Herausforderung dar, und ich konnte mir in den letzten 15 Jahren hier eine besondere Erfahrung erarbeiten. Insofern ist mir die Entscheidung, an die Uniklinik Ulm mit ihrem Schwerpunkt in der Traumaforschung und -versorgung zu kommen, nicht schwer gefallen“, sagt Wolf. Der gebürtige Münchner, der bis zu seinem Wechsel stellvertretender Direktor der Augenklinik des Klinikums der Universität München war, ist nicht nur Experte, wenn es um die Versorgung Schwerverletzter geht. Er beschäftigt sich auch mit der Erforschung und Behandlung degenerativer Augenerkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und kann auf zahlreiche Publikationen verweisen. „Unter der altersbedingten Makuladegeneration leiden viele Menschen – sie ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine schwere Sehminderung im Alter. Mir ist es daher ein großes Anliegen, die Forschung in diesem Gebiet voranzutreiben – auch im chirurgischen und genetischen Bereich“, versichert Wolf. Als Nachfolger von Prof. Gerhard Lang, der die Ulmer Augenklinik 30 Jahre lang geleitet hat, tritt Wolf nun in „große Fußstapfen”, betont die Universität. „Auch ich habe als Student aus dem ‚Lang‘, also dem Standard-Werk unter den Augenheilkunde-Lehrbüchern, gelernt und sehe es als große Herausforderung, Professor Langs Nachfolge anzutreten.“ Für die nächsten Jahre hat sich der zweifache Vater vorgenommen, Ulm als augenheilkundliches und vor allem chirurgisches Versorgungszentrum für die Bevölkerung weiter auszubauen. Prof. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Ulm, unterstreicht: „Mit Professor Wolf dürfen wir einen hervorragenden Augenarzt und Forscher am Universitätsklinikum Ulm begrüßen, der vor allem die ophthalmochirurgischen Therapieangebote des Universitätsklinikums weiterentwickeln wird. Wir heißen ihn herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Zur Person: Nach dem Abitur absolvierte Armin Wolf ein Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Schiller Universität in Jena, der Universidad Autónoma in Barcelona und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität schloss er 2007 seine Facharztausbildung und Promotion erfolgreich ab und war dann als Oberarzt tätig. 2010 übernahm Prof. Armin Wolf unter dem damaligen Leiter Prof. Anselm Kampik die stellvertretende Leitung des Bereichs intraokulare Chirurgie. Von 2014 bis zu seinem Wechsel an das Universitätsklinikum Ulm hatte Wolf die Position des stellvertretenden Direktors der Augenklinik des Klinikums der Universität München inne.
Mehr erfahren zu: "EUREQUO: Die Kataraktchirurgie verbessert sich europaweit weiter" EUREQUO: Die Kataraktchirurgie verbessert sich europaweit weiter Im Europäischen Register für Qualitätsergebnisse in der Katarakt- und Refraktionschirurgie (EUREQUO) wurden insgesamt 363.039 Kataraktoperationen erfasst, die im Jahr 2024 in zwölf europäischen Ländern durchgeführt wurden.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen" Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen Niedrigere Lufttemperaturen können mit einem Anstieg des Augeninnendrucks einhergehen und sollten bei der Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung berücksichtigt werden. Das legt eine neue Studie nahe.