Prof. Böttiger mit Landesprojekt zu Gast im Schulministerium27. Juni 2019 Bernd Böttiger, Schulministerin Yvonne Gebauer und Hugo van Aken (v.l.), Foto: MSB NRW Das im vergangenen Schuljahr gestartete Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ wächst: Inzwischen beteiligen sich bereits über 170 Schulen – und am 17.06.2019 auch das Schulministerium. „Ein plötzlicher Herzstillstand eines Menschen erfordert beherztes Eingreifen. Mit unserem Projekt ‚Laienreanimation an Schulen‘ wollen wir jungen Menschen Sicherheit geben, in solchen Ausnahmesituationen ohne Angst entschlossen und bewusst Wiederbelebungsmaßnahmen anzuwenden“, betont Schulministerin Yvonne Gebauer und erklärt: „Wir als Ministerium wollen mit unserem heutigen Aktionstag zur Laienreanimation mit gutem Beispiel vorangehen, schließlich müssen auch Erwachsene wissen, was im Ernstfall zu tun ist und ihre Reanimationskenntnisse von Zeit zu Zeit wiederbeleben.“ Beschäftigte des Ministeriums hatten die Möglichkeit, an einem grundlegenden Reanimationstraining unter Führung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und des Deutschen Rats für Wiederbelebung – German Resuscitation Council (GRC) teilzunehmen. Diese beiden Gesellschaften stellen gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) auch die fachliche Expertise im Modellprojekt sicher. Prof. Bernd Böttiger, Vorstandsvorsitzender des GRC und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, erklärt: „Wiederbeleben ist kinderleicht, auch für Erwachsene. Alles, was man braucht, sind zwei Hände. Jeder kann so ein Leben retten. Es ist daher ganz wunderbar, dass dies verstärkt an die Schulen in Nordrhein-Westfalen kommt, und dass unsere Schulministerin und das Schulministerium hier mit gutem Beispiel vorangehen.“ Prof. Hugo van Aken, Generalsekretär der DGAI, betont: „Laienreanimation ist leicht erlernbar und muss schon in der Schule vermittelt werden. Der Aktionstag im Schulministerium belegt, welche Bedeutung dem Thema beigemessen wird und dass wir Partner sind. Das Konzept ist nicht nur Papier, sondern wird auch gelebt!“ Auch Schulministerin Yvonne Gebauer nahm an der Veranstaltung teil. Im vergangenen und im laufenden Schuljahr hatte die Ministerin immer wieder Schulen beim Reanimationstraining besucht. Gebauer: „Wer Wiederbelebungsmaßnahmen anzuwenden weiß, der kann mit nur wenigen Handgriffen einem Menschen in Not helfen und sogar sein Leben retten. Die Bedeutung dieser Kenntnisse gehört stärker ins allgemeine Bewusstsein. Darum ist es mir ein wichtiges Anliegen, vor Ort in einzelnen Schulen einen Einblick zu gewinnen, wie sie das Thema im Projekt oder auch eigenverantwortlich im Unterricht umsetzen, etwa in Biologie oder Sport.“ Das Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es richtet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 und umfasst einen Theorie- und einen Praxisteil. Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, die Wiederbelebungskompetenz von Schülern, Lehrerkräften sowie allen weiteren am Schulleben beteiligten Fachkräften (und gegebenenfalls auch Eltern) zu stärken.
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