Prof. Heinrich Witschel verstorben – Ein Nachruf20. Dezember 2019 Prof. Heinrich Witschel. Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg Zum Tod von Prof. Heinrich Witschel (12.07.1937–14.12.2019), Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg von 1988 bis 2002, hat sein Nachfolger, Prof. Thomas Reinhard, im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsaugenklinik den folgenden Nachruf erstellt und am 19. Dezember veröffentlicht. Prof. em. Dr. med. Heinrich Witschel wurde 1937 in Nürnberg geboren. Nach der Schulzeit studierte er Humanmedizin in Erlangen und in Freiburg. Die Promotion zum „Dr. med.“ erfolgte in Freiburg. Danach war er am Pathologischen und Rechtsmedizinischen Institut in Würzburg tätig. 1971 trat er bei Prof. Günther Mackensen eine Stelle als Assistenzarzt an. Die Facharztreife lag seit 1975 vor. Danach ging er für ein Forschungsstipendium für Ophthalmopathologie nach Washington, USA. Die Habilitation erfolgte 1977 an der Medizinischen Fakultät in Freiburg. 1979 wurde Heinrich Witschel zum Außerplanmäßigen Professor ernannt und war leitender Oberarzt der Universitäts-Augenklinik Freiburg. 1984 wechselte er als Ärztlicher Direktor an die Universitäts-Augenklinik in Berlin Steglitz. 1988 bis 2002 leitete Heinrich Witschel die Universitäts-Augenklinik Freiburg. Klinisch konnte Prof. Witschel in Freiburg den Übergang von stationärer zu ambulanter Augenheilkunde maßgeblich prägen. Er führte als Ärztlicher Direktor zeitgemäße und moderne Behandlungsverfahren in Freiburg ein. Schließlich wurde unter seiner Leitung die Sanierung des Bettenlagers der Universitäts-Augenklinik Freiburg eingeführt. Er war in die Planungen zur Sanierung von Ambulanz, Laboren und des Ambulanten Operationszentrums maßgeblich eingebunden. In der Forschung erwarb er sich national und international einen Namen als Ophthalmopathologe, insbesondere im Bereich der Hornhautdystrophien, der Malignome der Augen und der peripheren Netzhautdegenerationen. Seinen hervorragenden didaktischen Fähigkeiten ist es zu verdanken, dass die Augenheilkunde in der Universität Freiburg über viele Jahre das bestbewertete Fach innerhalb der Studentenevaluationen war. Nach der Emeritierung im Jahr 2002 leitete Heinrich Witschel die Goethe-Gesellschaft in Freiburg und baute ein ophthalmologisches Museum in der Klinik für Augenheilkunde auf. Bis zuletzt unterstützte er das Labor für Ophthalmopathologie mit Rat und Tat. Seinem Nachfolger hat er sehr intakte Klinikstrukturen hinterlassen, die eine hervorragende Basis für die weitere Entwicklung darstellten. Wir werden Prof. Heinrich Witschel ein ehrendes Andenken bewahren. Wir vermissen ihn. Autor: Prof. Dr. Thomas Reinhard Quelle: Universitätsklinikum Freiburg
Mehr erfahren zu: "EUREQUO: Die Kataraktchirurgie verbessert sich europaweit weiter" EUREQUO: Die Kataraktchirurgie verbessert sich europaweit weiter Im Europäischen Register für Qualitätsergebnisse in der Katarakt- und Refraktionschirurgie (EUREQUO) wurden insgesamt 363.039 Kataraktoperationen erfasst, die im Jahr 2024 in zwölf europäischen Ländern durchgeführt wurden.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen" Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen Niedrigere Lufttemperaturen können mit einem Anstieg des Augeninnendrucks einhergehen und sollten bei der Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung berücksichtigt werden. Das legt eine neue Studie nahe.