Programm zur Verbesserung der Organtransplantation schafft es auf die Plattform für Gesundheitspolitik der Europäischen Kommission

Auf der Plattform für Gesundheitspolitik der Europäischen Kommission können sich dieses Jahr Experten zum Thema Organtransplantation (im Bild eine Nierentransplanatation) austauschen. Foto: horizont21 – Fotolia.com

Das Projekt „Verbesserung der Organspende und -transplantation in der EU“ der European Kidney Health Alliance (EKHA) wird in diesem Jahr auf der Plattform für Gesundheitspolitik der Europäischen Kommission gestartet, einem interaktiven Instrument, um Diskussionen über die öffentliche Gesundheit zu fördern und Wissen und bewährte Praktiken auszutauschen.

Damit steht die Transplantation, insbesondere die Nierentransplantation und der Mangel transplantierbarer Organe in der EU, im Jahr 2019 im Mittelpunkt der europäischen Gesundheitsgespräche. „Wir hoffen, dass dies Brücken zwischen den verschiedenen Politikbereichen schlägt und wir eine nachhaltige Verbesserung für die Patienten auf der Warteliste erreichen können“, erklärt Prof, Carmine Zoccali, Präsident der ERA-EDTA (European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association).

Jedes Jahr beherbergt die Plattform für Gesundheitspolitik der Europäischen Kommission drei thematische Netzwerke, die von Interessengruppen geleitet werden. Die Grundidee der Plattform besteht darin, die Kommunikation zwischen den Diensten der Europäischen Kommission und den Akteuren des Gesundheitswesens zu erleichtern. Die ausgewählten Netzwerke haben das ultimative Ziel, eine gemeinsame Erklärung abzugeben, bei der es sich im Wesentlichen um politische Empfehlungen an die Kommission handelt.

Zum ersten Mal wurde ein EKHA-Programm in die engere Wahl genommen und gewählt. Die ERA-EDTA ist eines der Mitglieder dieser Allianz von Non-Profit-Organisationen, die die wichtigsten Interessengruppen in Fragen der Nierengesundheit vertreten. Das Programm zielt darauf ab, den europaweiten Zugang zur Nierentransplantation, der besten Nierenersatztherapie auch aus medizinischer Sicht, zu verbessern. Es gibt jedoch Barrieren, welche die Anwendung der Transplantation einschränken, insbesondere der Mangel an transplantablen Nieren in der EU.

„Die EKHA schlug ein thematisches Netzwerk vor, das eine breite Gruppe von Stakeholdern aus dem Bereich Organspende und -transplantation zusammenbringen wird, um sich über bewährte Verfahren auszutauschen und Lösungen zu unterstützen, mit denen die wichtigsten Herausforderungen zu meistern sind: Wie kann die Verfügbarkeit von Organen, wie können Qualität der Transplantationssystemen gesteigert werden?“, erklärt der Vorsitzende der EKHA, Prof. Raymond Vanholder (Belgien).

Die ERA-EDTA zeigt sich stolz darauf, dass viele Stakeholder für dieses Thema gestimmt haben, obwohl alle konkurrierenden Projekte stark und innovativ gewesen seien. “Dieses Umfrageergebnis zeigt deutlich, dass der Mangel an Organen und die langen Wartelisten für Transplantationen in vielen europäischen Ländern im Allgemeinen als ein großes gesellschaftliches Problem wahrgenommen werden”, sagt ERA-EDTA-Präsident Zoccali. „Die Menschen erwarten, dass die EU-Regierung Lösungen anbietet und den Weg ebnet, damit die beste Nierenersatztherapie in allen europäischen Ländern gleichermaßen verfügbar ist. Wir hoffen, dass das gewählte Programm Brücken zwischen den verschiedenen Politikbereichen schlägt und wir eine nachhaltige Verbesserung für Patienten auf der Warteliste erreichen können.“

(ERA-EDTA/ms)