Projekt TOPICO erforscht Therapieresistenz von Krebszellen9. August 2023 Bild: ©peterschreiber.media – stock.adobe.com Im Projekt TOPICO, das im Rahmen von doc.funds connect des FWF gefördert wird, forschen Wissenschaftler des IMC Krems und der Medizinischen Universität Wien am Problem der Therapieresistenz von Krebszellen. Im Doktoratsprogramm „Transformation of Pre-Clinics into Clinics by Organoids (TOPICO)“ geht es um Therapieresistenzen bei Krebspatienten. Aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der Krebsfälle in der alternden westlichen Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten erheblich ansteigen. Trotz der Fortschritte und Errungenschaften, die in den letzten Jahren erzielt wurden, bleibt die Behandlungsresistenz eine der größten Herausforderungen in der Krebstherapie. Daher ist es von größter Bedeutung, die Mechanismen der Therapieresistenz zu verstehen und Strategien zu entwickeln, um die Behandlungsergebnisse zu verbessern und die Lebensqualität von Krebspatienten zu erhöhen.Neben Prof. (FH) Harald Hundsberger, Leiter des Instituts für Biotechnologie am IMC Krems repräsentiert DI (FH) Dr. Rita Seeböck, Lehrende und Absolventin im Institut für Biotechnologie, das IMC Krems. Seitens der Medizinischen Universität Wien sind die Wissenschaftler Prof. Gerda Egger, Ao.-Prof. Wolfgang Mikulits und Assoc.-Prof. Mario Mikula Mitglieder von TOPICO.Das interdisziplinäre Team verfolgt einen systematischen Ansatz, indem pharmakologische Inhibitoren generiert, innovative patienteneigene zelluläre Modelle (Organoide) entwickelt, relevante pathologische Mechanismen moduliert und schließlich die Ergebnisse in Patientenproben validiert werden. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse werden zu einem besseren Verständnis der Therapieresistenz und folglich zur Entwicklung neuer Arzneimittel und Biomarker führen, die die Lebensqualität von Krebspatienten entscheidend verbessern werden.Interdisziplinäres Team „TOPICO“Das Projekt ist integrativer Bestandteil des PhD-Programms „Malignant Diseases“ der MedUni Wien und wird gezielt durch Expertisen aus dem IMC Krems Master-Programm „Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie“ erweitert. Die Synergieeffekte, die sich aus dem fundierten Netzwerk von Studierenden und Lehrenden ergeben, schaffen ein einzigartiges Umfeld für PhD-Studierende, um hochkompetitive individuelle PhD-Projekte zu entwickeln und ihre Krebsforschungskarriere in der Industrie oder im akademischen Umfeld zu fördern. „TOPICO wird die erste offizielle Ausbildungskooperation zwischen dem IMC Krems und der Medizinischen Universität Wien sein, die darauf abzielt, ein nachhaltiges PhD-Programm zwischen den beiden Institutionen zu entwickeln“, freut sich Teampartner Hundsberger, Leiter des Instituts für Biotechnologie am IMC Krems. „Innovative Ausbildungskonzepte und die aktive Beteiligung von Industriepartnern und anderen Stakeholdern werden eine neuartige, exzellente PhD-Ausbildung ermöglichen, die wir als Grundstein für ein größeres PhD-Programm für ‚Applied Medical Bioscience‘ in der Zukunft betrachten.“Im Rahmen der zweiten Ausschreibung für doc.funds.connect-Programme wurden von einer internationalen Jury vier Projekte von 25 eingereichten zur Förderung empfohlen. Darunter befindet sich auch ein Konsortium bestehend aus dem IMC Krems und der Medizinischen Universität Wien.Mit den doc.funds-Förderungen baut der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) die strukturierte Doktoratsausbildung an Österreichs Forschungsstätten weiter aus. Doktoranden erhalten ein optimales Umfeld, um sich intensiv zukunftsweisenden Fragestellungen widmen zu können. Die Förderungen stärken gleichzeitig die wissenschaftliche Exzellenz in Forschung und Lehre. Mit der aktuell laufenden Auswahl der internationalen PhD Kandidaten erfolgt der Startschuss des Projekts am IMC Krems und der Medizinischen Universität Wien.
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