Prostatakrebs: PROpel-Studie erreicht kein signifikant verlängertes Gesamtüberleben11. Januar 2024 Die PROpel-Studie war leider kein Propeller für die Prostatakrebs-Therapie. Foto: frank peters – stock.adobe.com Das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) unterschied sich bei der abschließenden, vorab festgelegten Analyse der PROpel-Studie nicht signifikant zwischen Patienten, die mit Olaparib plus Abirateron als Erstlinientherapie behandelt wurden, im Vergleich zu denen, die Placebo plus Abirateron erhalten hatten. PROpel war eine randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie, die an 126 Zentren in 17 Ländern weltweit durchgeführt wurde. Vorher unbehandelte Patienten mit mCRPC wurden per Zufall den beiden Therapiegruppen zugewiesen: Abirateronacetat (oral, 1000 mg 1-mal tgl.) + Prednison/Prednisolon + Olaparib (oral, 300 mg 2-mal tgl.) oder Abirateronacetat plus Placebo. Der Mutationsstatus bezüglich der DNA-Reparatur mittels homologer Rekombination spielte dabei keine Rolle. Zwischen dem 31.10.2018 und dem 11.03.2020 wurden 1103 Patienten untersucht, von denen 399 Olaparib + Abirateron und 397 Placebo + Abirateron erhielten. Der primäre Endpunkt der Studie, das radiologische progressionsfreie Überleben, war erreicht worden, wie zuvor berichtet: Hier hatte sich eine statistisch signifikante Verbesserung mit Olaparib + Abirateron gezeigt, wobei in allen vorab festgelegten Untergruppen ein Nutzen beobachtet wurde. Der Median der Nachbeobachtungszeit für das OS bei Patienten mit zensierten Daten lag bei 36,6 Monaten (Interquartile Range [IQR] 34,1–40,3) für Olaparib + Abirateron und bei 36,5 Monaten (IQR 33,8–40,3) für Placebo + Abirateron. Das mediane OS betrug 42,1 Monate (95%-Konfidenzintervall [KI] 38,4 bis nicht erreicht) mit Olaparib plus Abirateron und 34,7 Monate (95 %-KI 31,0–39,3) mit Placebo + Abirateron (Risikoverhältnis 0,81; 95%-KI 0,67–1,00; p=0,054). Das häufigste unerwünschte Ereignis vom Grad 3–4 war Anämie, die bei 64 (16%) von 398 Patienten in der Olaparib+Abirateron-Gruppe und bei 13 (3%) von 396 Patienten in der Placebo+Abirateron-Gruppe auftrat. Über schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichteten 161 Patienten (40%) in der Olaparib+Abirateron-Gruppe und 126 (32%) in der Vergleichsgruppe. (ms)
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