Psoriasis: Günstigeres Sicherheitsprofil neuer Biologika gegenüber Adalimumab5. März 2026 © Zerbor – stock.adobe.com (Symbolbild) Neue Biologika zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis zeigen im spanischen Register Biobaderm ein überlegenes Sicherheitsprofil gegenüber Adalimumab und dessen Biosimilars. Wie es um die Sicherheit von Biologika und oralen Small Molecules zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis bestellt ist, untersuchte ein Team von Dermatologen aus Spanien. Ihre Daten zeigen, dass die neuen Biologika in der Praxis ein überlegenes Sicherheitsprofil im Vergleich zu Adalimumab und dessen Biosimilars aufweisen. Auswertung unerwünschter Ereignisse in spanischer Kohorte Die Forschenden nutzten für ihre prospektive, multizentrische Kohorte das spanische Register für unerwünschte Arzneimittelwirkungen unter Biologikatherapie (Biobaderm). Sie analysierten die Sicherheitsprofile der Biologika Etanercept, Infliximab, Adalimumab, Certolizumab, Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab, Guselkumab, Risankizumab und Tildrakizumab sowie die Profile der oralen Small Molecules Apremilast und Dimethylfumarat. Für jedes Medikament wurden das Inzidenzratenverhältnis (IRR) und das adjustierte IRR (aIRR) für spezifische unerwünschte Ereignisse unter Verwendung von Adalimumab als Referenz berechnet. Propensity Scores nutzten sie zur Adjustierung eines Selektionsbias. Inzidenzratenverhältnis für mehrere Therapien ermittelt In die Kohortenstudie wurden 4212 Patienten eingeschlossen (7590 Behandlungszyklen; 17.284 Patientenjahre Nachbeobachtung). Für Adalimumab betrug die Inzidenzrate für alle unerwünschten Ereignisse 614 pro 1000 Patientenjahre (95%‑Konfidenzintervall [KI] 591–637). Das Risiko für alle unerwünschten Ereignisse war im Vergleich zu Adalimumab signifikant niedriger unter Guselkumab (aIRR 0,56; 95%‑KI 0,47–0,67), Risankizumab (aIRR 0,59; 95%‑KI 0,48–0,71), Tildrakizumab (aIRR 0,60; 95 %‑KI 0,46–0,80), Ixekizumab (aIRR 0,65; 95%‑KI 0,56–0,76) und Ustekinumab (aIRR 0,73; 95%‑KI 0,65–0,82; jeweils p≤0,002), ebenso für bestimmte organspezifische Gruppen unerwünschter Ereignisse. Im Gegensatz dazu war das Risiko für alle unerwünschten Ereignisse unter Dimethylfumarat (aIRR 3,67; 95%‑KI 2,71–4,97), Infliximab (aIRR 1,88; 95%‑KI 1,45–2,43; p≤0,002) und Apremilast (aIRR 1,27; 95%‑KI 1,05–1,53; p=0,012) signifikant erhöht. Das Risiko für maligne Neoplasien war in der mit Ixekizumab behandelten Gruppe signifikant reduziert (aIRR 0,14; 95%‑KI 0,04–0,47). (ins)
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