Psoriasis und Suizidalität: Signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit5. Oktober 2017 Foto: © stockbakers – fotolia.com Die Psoriasis geht häufig mit psychiatrischen Komorbiditäten einher. Bislang ist jedoch der Zusammenhang zwischen Schuppenflechte und einer erhöhten Suizidalität nicht eindeutig geklärt. Forscher der Davis School of Medicine in Kalifornien haben zu diesem Thema kürzlich eine Metaanalyse veröffentlicht, welche die angenommenen Zusammenhänge erhellen soll. Dazu untersuchten sie die zwischen 1946 und 2017 veröffentlichte Literatur in den Datenbanken PubMed, EMBASE, PsycINFO und Cochrane. Es konnten 18 Studien gefunden werden, die den Einschlusskriterien (gemäß „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses guidelines“) entsprachen; die Gesamtzahl der Patienten belief sich auf 1.767.583, wovon 330.207 an Psoriais erkrankt waren. Das gepoolte Chancenverhältnis (pooled odds ratio, OR) für suizidale Ideenbildung und Psoriasis-Patienten betrug 2,05 (95 % Konfidenzintervall, 1,54-2,74). Patienten mit Schuppenflechte neigten eher dazu, suizidales Verhalten (versuchte wie vollendete Selbsttötungen) an den Tag zu legen; das gepoolte Chancenverhältnis betrug hier 1,26 (95 % Konfidenzintervall, 1,13-1,40). Eine Subgruppen-Analyse zeigte, dass Patienten mit Psoriasis eher zum Suizidversuch neigten (OR 1,32; 95 % Konfidenzintervall, 1,14-1,54) oder Selbstmord begingen (OR 1,20; 95 % Konfidenzintervall, 1,04-1,39) als Menschen, die nicht an dieser Erkrankung litten. Eine schwerere Ausprägung der Krankheit und niedrigeres Lebensalter waren mit erhöhter Suizidalität verbunden. Obwohl es nur wenige Studien über den Zusammenhang von Psoriasis und Suizid gibt, ziehen die Autoren das Fazit, dass an Psoriasis erkrankte Menschen eine signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit für suizidale Gedanken, Versuche und vollendete Selbsttötungen aufweisen. Autor: Singh et al. Korrespondenz: University of California Davis School of Medicine, Sacramento, CA, USA Studie: Psoriasis and suicidality: A systematic review and meta-analysis Quelle: J Am Acad Dermatol 2017 Sep;77(3):425–440.e2. Web: dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2017.05.019