Psoriasistherapie mit Biologika: Therapieresistente Lokalisationen22. Oktober 2019 © DmytroKozak – stock.adobe.com Verschiedene, von Psoriasis betroffene Körperareale wie Kopfhaut, Nägel, Handinnenflächen, Fußsohlen und intertriginöse Partien widersetzen sich einer Therapie stärker als andere Areale. Dermatologen der Universitätsklinik Aarhus haben in einer kürzlich im „British Journal of Dermatology“ publizierten Studie untersucht, welche Körperpartien bei einer Psoriasistherapie mit Biologika sich als problematisch erweisen und evaluierten den Zusammenhang zwischen der betroffenen Lokalisation und der Lebensqualität. Die Autoren bedienten sich hierzu Daten aus dem klinischen Alltag (real world setting); es wurden Patienten mit therapierefraktären Körperarealen untersucht, die von moderater bis schwerer Psoriasis betroffen waren und seit mindestens 6 Monaten mit einem Biologikum therapiert wurden. Ein partielles oder gutes Ansprechen auf die Behandlung wurde durch einen Wert im Psoriasis Area and Severity Index (PASI) definiert, der ≥ 1 und ≤ 5 lag. Die ärztlichen Gutachter verwendeten hierbei eine Vorlage, die den menschlichen Körper in 26 Areale und 20 Nägel unterteilt. An der nicht interventionellen Studie nahmen 146 Patienten mit chronischer Plaque-Psoriasis teil (109 Männer, 74,7 %; Durchschnittsalter 49,8 ± 13,7 Jahre), die einen medianen PASI von 2,4 (Interquartilsabstand [IQR] 1,2–3,2) aufwiesen. Die durchschnittliche Reduktion des PASI seit Therapiebeginn betrug 86,1 % (IQR 78,1–91,3). Als häufigste therapieresistente Lokalisation erwies sich die Vorderseite des Unterschenkels (49,3 %; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 41,2–57,4). Weitere Körperareale, die sich der Therapie widersetzten, waren die Rückseite des Unterschenkels (24,7 %; 95 %-KI 17,7–31,6), der Ellenbogen (35,6 %; 95 %-KI 27,8–43,4) sowie die Kopfhaut (19,2 %; 95 %-KI 12,8–25,6). Es konnte kein Zusammenhang zwischen den im Dermatology Life Quality Index ermittelten Werten und den spezifischen, therapieresistenten Arealen festgestellt werden. Im klinischen Alltag, so das Fazit der Autoren, erweisen sich besonders Unterschenkel und Ellbogen als schwer zu behandelnde Areale, was jedoch keinen größeren Effekt auf die Lebensqualität mit sich bringt als es bei anderen Lokalisationen der Fall ist. (am)