Psychosoziale Unterstützung in der Intensivmedizin15. Mai 2023 Pflegende betreuen einen Patienten auf einer Intensivstation der Universitätsmedizin Magdeburg. Foto: ©Sarah Kossmann/Universitätsmedizin Magdeburg Die Universitätsmedizin Magdeburg startet ein Pilotprojekt zur psychosozialen Unterstützung von Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen auf Intensivstationen. Auf Intensivstationen sind Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige hohen psychischen Belastungen ausgesetzt und für die Entwicklung psychischer Erkrankungen besonders gefährdet. Um die Mitarbeitenden auf Intensivstationen substantiell zu unterstützen sowie die psychosoziale Versorgung von Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, wurde das Projekt „IPS-Pilot – Integrierte Psychosoziale Versorgung in der Intensivmedizin: Partizipative Entwicklung und Pilotierung eines innovativen Versorgungsansatzes“ initiiert. Unter Federführung der Universitätsmedizin Ulm erfolgt hierfür eine Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter Leitung von Prof. Florian P. Junne sowie mit dem Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung unter Leitung von Prof. Christian Apfelbacher an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Ziel ist es, ein bedarfsorientiertes Konzept für eine integrierte psychosoziale Versorgung in der Intensivmedizin zu entwickeln und dessen Machbarkeit in einer Pilotstudie zu prüfen. Die Studie richtet sich an alle betroffenen Personengruppen und sieht vor, eine psychologische Fachkraft in das jeweilige Stationsteam zu integrieren, um die Mitarbeitenden in ihrem anspruchsvollen Arbeitsalltag zu unterstützen und gleichzeitig die psychosoziale Versorgung der kritisch erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen in der Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin zu verbessern. Die Erhebung eines konkreten Bedarfs auf den Stationen erfolgt mit einem multimethodischen Vorgehen aus einer systematischen Literaturübersicht, Einzelinterviews, Fokusgruppen sowie Fragebögen und bildet die Grundlage für die spätere Interventionsentwicklung. Auf insgesamt acht Intensivstationen der teilnehmenden Universitätskliniken wird in der anschließenden Pilotstudie geprüft, ob das zuvor erarbeitete Konzept umsetzbar ist und für eine darauffolgende Wirksamkeitsstudie in Frage kommt. Am Standort Magdeburg wird diese Pilotstudie ab dem nächsten Sommer auf den anästhesiologischen Intensivstationen durchgeführt. Die Studie „IPS-Pilot – Integrierte Psychosoziale Versorgung in der Intensivmedizin“ (FK: 01VSF22020) wird durch den Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,4 Millionen Euro gefördert.
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.
Mehr erfahren zu: "Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus" Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus Der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) zufolge haben die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, eine Grippe.
Mehr erfahren zu: "Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose" Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose Beim Standard der Versorgung und Behandlung Schwerverletzter Patienten zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor, wie das Klinikum mitteilt.