Psychotherapeuten fordern besseren Schutz für Kinder und Jugendliche15. Januar 2026 Immer mehr Kinder und Jugendliche werden so massiv gemobbt oder erhalten schlimme Bilder, dass sie professionelle Hilfe brauchen. Psychotherapeuten fordern die Gesellschaft zum Handeln auf und pochen auf besseren Schutz für Kinder und Jugendliche. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich aus Sicht der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer weiter verschlechtert. „Das sehen wir in den internationalen Studien, das sehen wir in den deutschen Gesundheitsstudien und das erleben wir in der Versorgung in Sachsen-Anhalt“, erklärte die Vizepräsidentin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer, Sabine Ahrens-Eipper. „Wir sehen, dass der Behandlungsbedarf kontinuierlich steigt.“ Die Praxen seien voll „bis unter das Dach“. Es fehlten nach wie vor psychotherapeutische Plätze insbesondere auf dem Land. Problemfeld soziale Medien Die Kinder und Jugendlichen seien mit zahlreichen Krisen konfrontiert. Die Pandemie sei für sie schwer zu verkraften gewesen. Die Nutzung digitaler Medien stelle einen weiteren Mosaikstein dar. Besonders besorgniserregend sei die digitale sexualisierte Gewalt, die deutlich zunehme, so Ahrens-Eipper. Ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen habe schon sexuelle Gewalt im Internet erlebt, wie Kriminalstatistiken zeigten. „Gewalt wird zunehmend massiver und häufiger.“ Der aktuelle gesellschaftliche Schutz reiche nicht aus, so die Vizepräsidentin. Handys gehörten nicht in die Hände von Kindern im Kita- und Grundschulalter. Kinder und Jugendliche seien mit Themen wie Essstörungen und Selbstverletzungen konfrontiert, Mobbing im Klassenchat gehöre zur Tagesordnung. „Dem sind Kinder und Jugendliche nicht gewachsen. Wir erleben das in den Praxen zunehmend. Wir sind aber als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nicht das Pflaster für gesellschaftliche Fehlentwicklungen, sondern hier ist die Gesellschaft in der Verantwortung: die Familien, die Schulen und auch der Gesetzgeber. Wir müssen Kinder und Jugendliche in den sozialen Medien schützen“, betonte Ahrens-Eipper. Schauen, was altersangemessen ist und was verboten gehört Es gehe nicht darum, das Internet zu verbieten. Vielmehr müsse differenziert werden, was altersangemessen sei, was Kinder und Jugendliche alleine dürften, wo sie Unterstützung bräuchten und was schlicht verboten gehöre.
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