Psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche eröffnet29. Januar 2018 Der Leiter der Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche, Prof. Julian Schmitz, und sein Team. (Foto: Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung, LFE) Seit wenigen Tagen gibt es am Institut für Psychologie der Universität Leipzig neben der psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Erwachsene auch eine spezielle Ambulanz für Kinder und Jugendliche. Dort werden sowohl Einzelsitzungen als auch gemeinsame Gespräche mit Eltern oder weiteren Bezugspersonen je nach Bedarf und Zielsetzung angeboten. “Die Therapien sind kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtet, wobei aber auch Elemente anderer Therapieformen in den Behandlungsplan aufgenommen werden. Durch die enge Verknüpfung von Diagnostik und Therapie mit Forschungsarbeiten zur Entstehung, Verlauf und Behandlung psychischer Störungen wird sichergestellt, dass die diagnostischen Methoden und Behandlungsangebote immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind”, sagte der Leiter der Ambulanz, Prof. Julian Schmitz von der Arbeitsgruppe Klinische Kinder- und Jugendpsychologie. Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren von Angststörungen bei Kindern. Die Ambulanz ist Teil des interdisziplinären Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung (LFE). Neben Schmitz werden drei weitere Psychologinnen die Diagnostik und Behandlungen von Kindern ab dem Kleinkindalter und Jugendlichen bis 21 Jahre durchführen. Die Therapie ist ab einem Alter von 15 Jahren auch ohne das Einverständnis der Eltern möglich. Der Bereich der Klinischen Kinder- und Jugendpsychologie ist ein stark wachsendes Feld, in dem die meisten neugeschaffenen Professuren in der Psychologie entstehen. “Der Bedarf ist sehr groß, wir werden jetzt schon sehr intensiv nachgefragt”, erklärte Schmitz. “Eltern und ihre Kinder können sich mit ganz verschiedenen Schwierigkeiten an uns wenden. Wir behandeln ein breites Spektrum von psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsstörungen und hyperaktives Verhalten, Depression, schulische Probleme, Essstörungen oder Ausscheidungsstörungen”, sagte er.
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