Qualitätsverträge über Gelenkersatz mit Krankenkassen abgeschlossen

Andre Steinert, Chefarzt der endoRhön Klinik für Gelenkersatz am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, im Patientengespräch. (Foto: Rhön-Klinikum AG, Daniel Peter)

Der Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, die Zentralklinik Bad Berka und das Klinikum Frankfurt/Oder haben mit der Barmer, der DAK-Gesundheit und der Techniker Krankenkasse Qualitätsverträge abgeschlossen, vermeldet die Rhön-Klinikum AG.

Der Rhön-Klimikum AG zufolge geht es dabei um Operationen, in denen bei Vorliegen einer starken Arthrose erstmalig Totalendoprothesen im Hüft- und Kniegelenk eingesetzt werden. Mit dem Programm soll die Behandlungs- und Ergebnisqualität für Patienten nachhaltig verbessert werden.

Ein wesentlicher Vorteil sei für die Patienten der fließende Übergang von klinischem Aufenthalt, Rehabilitation und Nachsorge. Hierfür würden sie über ein Jahr von Case-Managern begleitet. Unterstützt werde die Behandlung mit einer mobilen Therapie-App.

„Wir freuen uns, an diesem Vertrag beteiligt zu sein, denn er setzt auf die umfassende und sektorenübergreifende Behandlungsplanung und -versorgung, die wir bereits seit Jahren sehr erfolgreich mit unserem Rhön-Campus-Konzept verfolgen. Das kommt vor allem den Patientinnen und Patienten zugute”, sagt Prof. Bernd Griewing, Chief Medical Officer (CMO) der Rhön-Klinikum AG.

Die Kliniken des Unternehmens sind zertifizierte EndoProthetikZentren (EPZ). Noch vor der Operation finden hier die erforderlichen Voruntersuchungen und -behandlungen statt. Die Patienten erhalten zudem Physiotherapie über die App und Ernährungsberatung, um den Körper bestmöglich auf die OP vorzubereiten. Bei Bedarf wird auch die Schulung von Angehörigen übernommen. Gleich nach der Gelenkversorgung kommen die Patienten in die Rehabilitation, erklärt das Unternehmen weiter.

Unterstützt werd die Behandlung mit einer mobilen Therapie-App, sodass der Patient von überall jederzeit seinen Übungen nachgehen kann. Auf diese Weise sei eine individuell angepasste Nachbehandlung sichergestellt.

„Über den langfristigen Behandlungserfolg eines neuen künstlichen Gelenks entscheiden neben der Operation eine Reihe von Faktoren, die wir mit diesem Programm optimieren. So haben Untersuchungen gezeigt, dass eine frühe Mobilisierung die Heilung beschleunigt und der Patient schneller das Krankenhaus verlassen und unmittelbar danach mit der Rehabilitation beginnen kann – wichtige Pluspunkte, um schneller wieder am Alltag teilhaben zu können”, sagt Griewing.

Bislang können nach Angaben des Unternehmens nur Patienten der drei beteiligten Krankenkassen Barmer, DAK und TK an dem Programm teilnehmen. Ab 1. Juli beginnt der zunächst auf zwei Jahre befristete Vertrag über die Qualitätsverträge.