Radiopharmazie der Zentralklinik Bad Berka mit Herstellungserlaubnis für drei weitere Radiodiagnostika28. März 2023 Die Radiopharmazie der Zentralklinik Bad Berka gehört europaweit zu den modernsten Anlagen. Auf 1.300 qm Fläche befinden sich fünf Labore, in denen diverse Radiopharmaka unter GMP-Bedingungen hergestellt werden. Bildrechte: RHÖN-KLINIKUM AG. Fotograf: Thomas X. Stoll Die Radiopharmazie der Zentralklinik Bad Berka hat eine Herstellungserlaubnis für drei weitere Radiodiagnostika erhalten, die nach dem Theranostik-Prinzip (Verzahnung von Diagnostik und Therapie) in Kombination mit den korrespondierenden Therapeutika zum Einsatz kommen. Es handelt sich hierbei um drei Gallium-basierte radiopharmazeutische Produkte. Beispielsweise wird GA68-DOTATOC für die Radio-Rezeptor-Therapie von Neuroendokrinen Tumoren benötigt. GA68-PSMA11 findet bei der Radio-Liganden-Therapie, Diagnostik und Therapie von metastasierten Prostatakarzinomen Anwendung. „Wir freuen uns über die Herstellungserlaubnis gemäß Arzneimittelgesetz. Unser Team hat drei Jahre lang darauf hingearbeitet. Das ist eine schöne Anerkennung für uns alle“, erklärt die Leiterin der Radiopharmazie Birgitta Bauer. Rund 300 bis 400 Patienten können so jährlich von der Produktion der Gallium-basierten Radiopharmaka profitieren. Bisher umfasste die Herstellungserlaubnis Fluor18-Radiopharmakawie F18-FDG und F18-FET. Die Radiopharmazie der Zentralklinik gehört europaweit zu den modernsten Anlagen. Auf 1.300 qm Fläche befinden sich fünf Labore, in denen diverse Radiopharmaka unter GMP-Bedingungen hergestellt werden. Zwölf Mitarbeitende, darunter Chemiker, Ingenieure, Techniker und Technische Assistenten produzieren die Radiopharmaka. Herzstück der Radiopharmazie ist das Zyklotron zur Erzeugung von Radionukliden, die als Ausgangsstoff bei der Herstellung verschiedener Radiopharmaka dienen. Die Zentralklinik bietet seit 24 Jahren die Radiorezeptortherapie bei neuroendokrinen Tumoren an und gehört als Exzellenzzentrum zu den führenden Zentren weltweit bei der Behandlung dieser seltenen Tumorform. Seit zehn Jahren gibt es die Radioliganden-Therapie bei metastasierten Prostatakrebs. Der Einsatz der selbst hergestellten Radiopharmaka ist vielfältig. Rund 3300 Patienten, darunter rund mehrere Hundert Patienten aus dem Ausland, profitieren jährlich davon.
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