Radiotherapie bei nodalpositivem nichtmetastasierten Blasenkrebs erreicht gleiche Überlebensraten wie Zystektomie24. Januar 2024 Nichtmuskelinvasiver Blasenkrebs. Illustration: SciePro – stock.adobe.com Die Behandlung mit radikaler Strahlentherapie (RT) kann eine wirksame Alternative zur radikalen Zystektomie (RC) bei Patienten mit klinisch nodalpositivem, nichtmetastasiertem Blasenkrebs (cN+M0BCa) sein. Das schließen britische Mediziner aus einer multizentrischen, retrospektiven Analyse. Das Team um Martin Swinton vom Christie Hospital NHS Foundation Trust in Manchester, Großbritannien, fand gleichwertige Überlebensergebnisse, unabhängig davon, ob die Patienten operiert oder bestrahlt wurden. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler Daten von Patienten mit der Diagnose cN+M0BCa aus britischen Onkologie-Zentren, die beide Therapien anboten: einerseits RC, andererseits eine trimodale Therapie (TMT) aus transurethraler Resektion des Blasentumors, Chemotherapie und RT, wie sie bereits für das muskelinvasive Blasenkarzinom als mögliche Alternative zur RC empfohlen wird. Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) und zum progressionsfreien Überleben (PFS) erfassten sie zusammen mit Einzelheiten zur Behandlung und zu klinischen Faktoren. Auf diese Weise konnten die Autoren 287 Patienten mit cN+M0BCa in ihre Überlebensanalyse einbeziehen. Das mediane OS aller Patienten beziffern sie auf 1,55 Jahre (95%-KI 1,35-1,82). Der Erhalt radikaler Behandlungen vs. palliative Behandlung war mit einem verbesserten OS (HR 0,32; 95%-KI 0,23-0,44; p<0,001) verbunden. Radikal behandelte Patienten (n=163) erhielten eine RC (n=76) oder radikal dosierte RT (n=87); Die Wahl der radikalen Behandlung habe in der multivariablen Analyse keinen Zusammenhang mit dem OS (HR 0,94; 95%-KI 0,63-1,41; P=0,76) oder dem progressionsfreien Überleben (HR 0,74; 95%-KI 0,50-1,08; p=0,12) gezeigt. “Angesichts der bekannten Morbiditäten der RC – in einer Patientengruppe mit schlechter Überlebensrate – bestätigt diese Studie, dass eine blasenschonende TMT-Behandlung als Behandlungsoption allen Patienten mit cN+M0BCa zur Verfügung stehen sollte”, schließen Swinton und Kollegen aus ihren Ergebnissen. (sf/ms)
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