Raucher sterben dreimal eher an kardiovaskulären Erkrankungen9. Juli 2019 Prof. Emily Banks vom ANU National Centre for Epidemiology and Population Health. Foto: © Australian National University Laut einer neuen Studie der Australian National University (ANU) sterben täglich mindestens 17 Australier an vermeidbaren Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie zeigt erstmals, wie das Rauchen das gesamte Herz-Kreislauf-System schädigt – das Herz und die großen Blutgefäße. Die leitende Forscherin, Prof. Emily Banks vom ANU National Center für Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit, sagte, die Studie untersuche die Auswirkungen des Rauchens auf alle möglichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. “Dazu gehört die Untersuchung des Risikos für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Herzmuskelerkrankungen, Rhythmusproblemen und Gangrän bei Australiern aus allen Lebensbereichen: Männer, Frauen, Stadt, Land, reich, arm”, sagte Banks. “Unsere Studie zeigt, dass in Australien jedes Jahr eine Bevölkerung ausgelöscht wird, die beinahe doppelt so groß ist wie Port Douglas. Rauchen führt zu mehr als 6400 kardiovaskulären Todesfällen, einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall.” Das Forschungsteam beobachtete über einen Zeitraum von sieben Jahren rund 190.000 australische Raucher und Nichtraucher, die an der “45 and Up”-Studie des Sax Institute teilnehmen, auf 36 verschiedene Arten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Die Studie ergab, dass Rauchen pro Jahr 11.400 Hospitalisierungen aufgrund von koronarer Herzkrankheit verursacht – 31 pro Tag. “In Australien gibt es heute rund 2,7 Millionen Raucher”, sagte Banks. “Diese Raucher haben etwa das dreifache Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, im Vergleich zu Menschen, die noch nie geraucht haben, und das doppelte Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine Herzinsuffizienz. Sie entwickeln auch fünfmal häufiger periphere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gangrän. Wenn ein Raucher einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass er durch Rauchen verursacht wurde.” Was Banks als “äußerst alarmierend” bezeichnet, ist der Befund, dass das Risiko für einen kardiovaskulären Tod bei Personen, die durchschnittlich fünf Zigaretten pro Tag rauchen, doppelt so hoch ausfällt. “Viele Leute unterschätzen die Risiken des leichten Rauchens”, sagte Banks. Die gute Nachrichten: Die Forschung zeigt, dass die Raucherentwöhnung das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und kardiovaskulären Tod im Vergleich zum Weiterrauchen deutlich verringert. Diese Studie verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Entwöhnung zu priorisieren”, sagte Dr. Sarah White, Direktorin von Quit Victoria. “Das Aufhören in jedem Alter bietet eine ganze Reihe von gesundheitlichen und anderen Vorteilen, und das Aufhören mit 45 Jahren vermeidet etwa 90 Prozent der kardiovaskulären Risiken des Rauchens. Und wenn Sie ein leichter oder Gesellschaftsraucher sind, der denkt, dass ‘nur ein paar’ nicht schaden werden, zeigt diese Studie wirklich, dass Sie sich etwas vormachen, wenn Sie denken, sich damit nicht zu schaden.” Publikation: https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-019-1351-4
Mehr erfahren zu: "Kritik an Vorstoß zur Streichung der Zahnarzt-Leistungen für Kassenpatienten" Kritik an Vorstoß zur Streichung der Zahnarzt-Leistungen für Kassenpatienten Zahnarztkosten selbst tragen? Die Welle der Kritik an dem Vorstoß reißt nicht ab. Den Vizekanzler verfolgen die Ideen bis nach Warschau. Schon heute müssen die Patienten eine Menge selbst bezahlen.
Mehr erfahren zu: "Vor beidseitiger Lungentransplantation: Patient lebt 48 Stunden ohne Lunge" Vor beidseitiger Lungentransplantation: Patient lebt 48 Stunden ohne Lunge Aufgrund einer schweren Erkrankung mussten bei einem US-Amerikaner beide Lungenflügel entfernt werden. Das Besondere: Eine neue Lunge erhielt er erst 48 Stunden später. Überbrückt wurde dieser Zeitraum mit einem künstlichen […]
Mehr erfahren zu: "Neu auf dem deutschen Markt: Remimazolam zur Allgemeinanästhesie und prozeduralen Sedierung" Weiterlesen nach Anmeldung Neu auf dem deutschen Markt: Remimazolam zur Allgemeinanästhesie und prozeduralen Sedierung Nur selten werden in der Anästhesiologie neue Arzneimittel zugelassen. Mit Remimazolam steht nun seit Beginn dieses Jahres in Deutschland ein neues intravenöses Anästhetikum zur Verfügung.