Real-World-Daten bestätigen Schutz der RSV-Impfung in der Schwangerschaft

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Die RSVpreF-Impfung in der Schwangerschaft ist auch unter Alltagsbedingungen mit einem geringeren Risiko für eine RSV-assoziierte Hospitalisierung von Säuglingen in den ersten sechs Lebensmonaten verbunden. Das zeigt eine Real-World-Studie aus dem Vereinigten Königreich, die in „The Lancet Child & Adolescent Health“ veröffentlicht wurde.

Im Spätsommer 2024 wurde im Vereinigten Königreich die Impfung mit dem bivalenten RSVpreF-Impfstoff für alle Schwangeren ab der 28. Schwangerschaftswoche eingeführt. Nach einer anfänglichen Nachholphase ging das Programm in ein ganzjähriges Angebot über. Die britische Strategie zur RSV-Prävention bei Säuglingen setzt primär auf die Impfung Schwangerer. Säuglinge mit hohem Risiko für einen schweren RSV-Verlauf erhalten zusätzlich eine passive Immunisierung mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab.

Britisches RSV-Impfprogramm untersucht

Ziel der Studie war es, den Schutz zu ermitteln, den die mütterliche RSVpreF-Impfung gegen Krankenhausaufenthalte aufgrund von RSV bei Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten bietet, sowie die Gesamtleistung des britischen RSV-Präventionsprogramms nach Erreichen eines stabilen Versorgungszustands zu bewerten.

Die prospektive Test-negative Fall-Kontroll-Studie wurde an 37 britischen Krankenhäusern durchgeführt. Eingeschlossen wurden Säuglinge im Alter von bis zu sechs Monaten, die wegen einer akuten Infektion der unteren Atemwege stationär aufgenommen und auf RSV getestet wurden. RSV-positive Säuglinge bildeten die Fall-, RSV-negative Säuglinge die Kontrollgruppe.

Primärer Endpunkt war eine Krankenhausaufnahme aufgrund einer RSV-assoziierten Infektion der unteren Atemwege. Zwischen September 2025 und Januar 2026 wurden 1356 Säuglinge auf ihre Studieneignung untersucht; 694 gingen in die primäre Analyse ein, davon waren 429 RSV-positiv und 265 RSV-negativ. Das mediane Alter betrug 2,2 beziehungsweise 1,7 Monate.

RSV-Impfung der Mutter senkt Hospitalisierungsrisiko

Von den Müttern der RSV-positiven Säuglinge hatten 38 Prozent vor der Geburt eine RSVpreF-Impfung erhalten, verglichen mit 66 Prozent der Mütter RSV-negativer Säuglinge. Die primäre Analyse zur Impfeffektivität umfasste Säuglinge, die in der Schwangerschaftswoche von mindestens 28 Wochen geboren worden waren und nach der Geburt kein Nirsevimab erhalten hatten.

Die adjustierte Impfeffektivität der maternalen RSVpreF-Impfung gegen eine RSV-bedingte Krankenhausaufnahme betrug in den ersten sechs Lebensmonaten 61 Prozent. In den ersten drei Lebensmonaten lag sie bei 76 Prozent. Für das britische RSV-Präventionsprogramm insgesamt ermittelten die Forschenden bis zum Alter von sechs Monaten ebenfalls eine Effektivität von 61 Prozent.

Die RSVpreF-Impfung im Rahmen des britischen Impfprogramms für Schwangere erwies sich als wirksam bei der Senkung des Risikos einer Krankenhausaufnahme aufgrund einer RSV-assoziierten akuten Infektion der unteren Atemwege bei Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten; dies galt ebenso für das britische RSV-Präventionsprogramm für Säuglinge. (nec)