REDUCE-IT-Studie: Icosapent-Ethyl reduziert Risiko ischämischer Ereignisse7. Oktober 2019 © vgstudio – stock.adobe.com Eine Neuauswertung der REDUCE-IT-Studie bestätigt, dass die hochdosierte Einnahme von Icosapent-Ethyl (4 g/Tag) nicht nur das Risiko ischämischer Primärereignisse, sondern auch von Folgeereignissen und die Gesamtrate ischämischer Ereignisse erheblich reduziert. An der randomisierten, placebokontrollierten Studie von Studienleiter Prof. Deepak L. Bhatt von der Harvard Medical School nahmen 8179 Statin-behandelte Patienten mit einem Triglyzeridwert von ≥135 und <500 mg/dl (durchschnittlicher Ausgangswert 216 mg/dl), einem LDL-Cholesterin von >40 und ≤100 mg/dl (durchschnittlicher Ausgangswert 75 mg/dl) sowie Atherosklerose (71% der Patienten) oder Diabetes mellitus (29% der Patienten) in der Anamnese teil. Die wichtigsten Ergebnisse waren die Gesamtzahl (erste und folgende) der primären kombinierten Endpunkte (kardiovaskulär verursachter Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall, koronare Revaskularisation oder Hospitalisierung wegen instabiler Angina Pectoris) sowie die Gesamtzahl der Ereignisse des wichtigsten sekundären kombinierten Endpunktes (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall). Unterschiede in der Gesamtzahl der Ereignisse wurden anhand verschiedener vordefinierter statistischer Methoden bestimmt. Die Patienten wurden im Durchschnitt über einen Zeitraum von 4,9 Jahren beobachtet. In diesem Zeitraum traten 1606 (55,2%) erste Ereignisse des primären Endpunkts und 1303 (44,8%) nachfolgende Ereignisse des primären Endpunkts auf. Die Folgeereignisse beinhalteten 762 zweite und 541 dritte oder mehr Ereignisse. Insgesamt reduzierte Icosapent-Ethyl die Gesamtzahl der Ereignisse des primären Endpunkts im Vergleich zu Placebo (61 vs. 89/1000 Patientenjahre; Rate Ratio [RR] 0,70; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,62–0,78; p<0,0001). Zudem reduzierte Icosapent-Ethyl die Gesamtzahl jeder einzelnen Komponente des kombinierten primären Endpunktes sowie die Gesamtzahl der Ereignisse des wichtigsten sekundären Endpunkts (32 vs. 44/1000 Patientenjahre; RR 0,72; 95%-KI 0,63–0,82; p<0,0001). Fazit Unter Statin-behandelten Patienten mit erhöhten Triglyceriden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zeigen mehrere statistische Modelle, dass Icosapent-Ethyl das Risiko ischämischer Primärereignisse, Folgeereignisse und die Gesamtrate ischämischer Ereignisse erheblich reduziert. (ah) Autoren: Bhatt DL et al. Korrespondenz: Deepak L. Bhatt; [email protected] Studie: Effects of Icosapent Ethyl on Total Ischemic Events: From REDUCE-IT Quelle: J Am Coll Cardiol 2019;11;73:2791–2802. Web: https://doi.org/10.1016/j.jacc.2019.02.032