Regelmäßige SMS bringen offenbar keinen Vorteil17. Mai 2018 Foto: © Kaspars Grinvalds/Fotolia Auch in der Tuberkulose-Therapie ist es wichtig, die Patienten bei der Stange zu halten und sicherzustellen, dass die verschriebenen Medikamente tatsächlich eingenommen werden. Textnachrichten auf das Mobiltelefon der Patienten, um diese an die Medikamenteneinnahme zu erinnern, bringen offenbar keine Vorteile, wie eine neue Studie zeigt. Wissenschaftler untersuchten in einer randomisiert-kontrollierten Studie, die an 2 Behandlungszentren durchgeführt wurde, wie sich ein SMS-Service für Patienten auf die Adhärenz in Bezug auf die Therapie einer latenten Tuberkulose-Infektion (LTBI) auswirkt. Eingeschlossen in die Untersuchung wurden erwachsene Patienten aus der kanadischen Provinz British Columbia, die zwischen Juni 2012 und September 2015 mit einer LTBI-Therapie begannen. Die Teilnehmer erhielten nach Randomisierung entweder eine Standard-LTBI-Behandlung (Kontrollen) oder eine ebensolche plus wöchentliche Textnachrichten (Interventionsgruppe). Primärer Endpunkt der Untersuchung war die Einhaltung der Therapie. Diese war definiert als die Einnahme von ≥80 % der verschriebenen Medikamentendosen innerhalb von 12 Monaten (Isoniazid) bzw. 6 Monaten (Rifampin). An der Studie nahmen 358 Patienten teil – 170 in der Interventionsgruppe, 188 als Kontrollen. Die Intention-to-treat-Analyse ergab, dass der Anteil von Probanden, die die LTBI-Therapie zu Ende brachten, in der Interventionsgruppe bei 79,4% lag und in der Kontrollgruppe bei 81,9% (Risk Ratio 0,97; 95 %-Konfidenzintervall 0,88–1,07; p=0,550). Für die vorher festgelegten sekundären Endpunkte – Dauer bis zur Vervollständigung der LTBI-Therapie, Verwendung von >90 % der verschriebenen LTBI-Dosen und gesundheitsbezogene Lebensqualität – galt laut den Verfassern der Arbeit dasselbe.
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