Relugolix-Kombinationstherapie bei Uterusmyomen: Verringerung der Symptomlast kann länger aufrechterhalten werden9. Februar 2023 CHICAGO (Biermann) – Ayman Al-Hendy von der University of Chicago (USA) und seine Kollegen berichten in ihrer Studie über die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit der Relugolix-Kombinationstherapie für ≤52 Wochen. Die Forschenden stellten fest, dass die Verbesserungen bei starken Menstruationsblutungen und Anämie sowie die Verringerung der mit Uterusmyomen in Zusammenhang stehenden Symptomlast über eine Behandlungsdauer von ≤52 Wochen aufrechterhalten werden konnte. Zudem gab es keine neuen Sicherheitsbedenken und die Knochenmineraldichte blieb erhalten. Die Wissenschaftler schlossen in ihre Studie Frauen mit starken Menstruationsblutungen ein, welche mit Uterusmyomen assoziiert sind, und zuvor schon einen beliebigen Behandlungsarm der LIBERTY-1- oder LIBERTY-2-Studie abgeschlossen hatten. Die Langzeit-Verlängerungsstudie erstreckte sich über 28 Wochen. Alle Teilnehmerinnen erhielten 1-mal täglich eine Relugolix-Kombinationstherapie aus 40 mg Relugolix, 1 mg Estradiol und 0,5 mg Norethindronacetat. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der Anteil der Frauen, die bis zu den letzten 35 Behandlungstagen ein menstruelles Blutverlustvolumen von <80 ml und eine Verringerung des menstruellen Blutverlustvolumens um ≥50 % vom Ausgangswert der LIBERTY-Studie erreichten oder aufrechterhielten und als Responder definiert wurden. Insgesamt nahmen 477 Frauen an der Verlängerungsstudie teil, von denen 476 behandelt wurden und 363 (76,1 %) die 52 Wochen Langzeittherapie beendeten. Unter den Patientinnen, die >52 Wochen eine Relugolix-Kombinationstherapie erhielten (N=163), gab es 87,7 % Responder mit einer anhaltenden Verbebesserung der starken Menstruationsblutungen. Die Kleinste-Quadrate-Mittelwert-Verringerung des Blutverlustvolumens durch die Menstruation betrug 89,9 %, wobei 70,6 % der Patientinnen eine Amenorrhoe erreichten. In der 52. Woche zeigten 59,0 % der Patientinnen, die zu Studienbeginn an einer Anämie litten, Verbesserungen der Hämoglobinkonzentration von >2 g/dl. Das anhand der BPD-Skala (Bleeding and Pelvic Discomfort) gemessene Leid der Patientinnen durch die Symptome ihrer Erkrankung konnte um 51,3 Punkte reduziert werden. Des Weiteren beobachteten die Forschenden eine anhaltende Verringerung des Volumens von Uterus und Uterusmyomen. Auch die Knochenmineraldichte blieb bis zur 52. Woche erhalten. (sh) Autoren: Al-Hendy A et al.Korrespondenz: [email protected]Studie: Long-term Relugolix Combination Therapy for Symptomatic Uterine LeiomyomasQuelle: Obstet Gynecol 2022;140(6):920–930. Web: www.doi.org/10.1097/AOG.0000000000004988