Repräsentative Befragung: Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen sowie psychische Probleme haben in der Pandemie zugenommen3. Mai 2022 Foto: ©Prostock-studio – stock.adobe.com Corona hat auch körperlich Spuren hinterlassen: Insgesamt nehmen 65 Prozent der Deutschen nach zwei Jahren Pandemie gesundheitliche Folgen bei sich wahr. Das geht aus der repräsentativen Studie Fitness 2022 der pronova BKK hervor. Für die Studie wurden im Januar 2022 insgesamt 1000 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Neben Bewegungsmangel (35Prozent) und Rücken- sowie Nackenschmerzen (27 Prozent) stellt ein Viertel der Deutschen demnach psychische Probleme bei sich fest. Auch andere Beschwerden haben in den zwei Jahren Pandemie zugenommen oder sind erst seitdem aufgetreten – so verzeichnen jeweils 16 Prozent eine größere Gewichtszunahme sowie Kopfschmerzen. 13 Prozent haben den Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Nikotin gesteigert. Zehn Prozent bemerken Kurzatmigkeit. Die unter 30-jährigen Befragten klagen besonders oft über psychische Probleme: 39 Prozent von ihnen geben Symptome wie depressive Stimmung, Ängste, Aggression oder Rückzug an. Im Schnitt über alle Generationen hinweg sind es hingegen nur 24 Prozent. Die 18- bis 29-Jährigen sind es auch, die am häufigsten von Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen sowie Kopfschmerzen betroffen sind. „Gerade die Jüngeren reagieren stärker auf das Gefühl der Hilflosigkeit in der Corona-Krise. Der Mensch kann eine derartige psychische Belastung nur eine begrenzte Zeit aushalten, sie kann sich dann auch körperlich äußern“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. „Wir kennen den Ausdruck ‘den Kopf frei bekommen’ im Sport-Kontext. Bewegung mildert die Belastungen, doch wie unsere Studie zeigt, stellen viele auch hier einen Mangel bei sich fest.“ „Während der Pandemie musste körperliche Betätigung anders organisiert werden. Der Weg zur Arbeit oder der Besuch im Sportverein sind oft weggefallen. Stattdessen wurde in schlechter Haltung am Küchentisch gearbeitet. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen und Kurzatmigkeit zunehmen“, sagt Herold weiter. Für eine gute Grund-Fitness brauche es kein aufwändiges Sportprogramm. Es reiche, im Alltag öfter die Treppe zu nutzen und Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.
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