Residuelle Krebslast nach Pembrolizumab beim triple-negativen Brustkrebs im Frühstadium26. Juli 2024 Foto: © okrasiuk/stock.adobe.com Die KEYNOTE-522-Studie hat bereits statistisch signifikante Verbesserungen pathologischer CR (pCR) mit neoadjuvantem Pembrolizumab plus Chemotherapie und – mit zusätzlich adjuvantem Pembrolizumab – des Ereignisfreien Überlebens (EFS) gezeigt. Nun belegen frühere Studien den prognostischen Wert des RCB-Index (Residual Cancer Burden), um das Ausmaß der Resterkrankung nach neoadjuvanter Chemotherapie zu quantifizieren. Prof. Lajos Pusztai vom Smilow Cancer Hospital at Yale New Haven, USA, und seine Kollegen untersuchten daher in einer explorativen Analyse der KEYNOTE-522-Studie die RCB-Verteilung und das EFS innerhalb der RCB-Kategorien je nach Behandlungsgruppe. Ihr Fazit: Wurde Pembrolizumab zur Chemotherapie hinzugegeben, führte dies zu weniger EFS-Ereignissen in den Kategorien RCB-0, RCB-1 und RCB-2, wobei der größte Nutzen in der Kategorie RCB-2 auftrat. Demzufolge erhöhte Pembrolizumab nicht nur die pCR-Raten, sondern verbesserte auch das EFS bei den meisten Patientinnen, die keine pCR hatten. Im Rahmen von KEYNOTE-522 waren insgesamt 1174 Patientinnen mit TNBC im Stadium T1c/N1-2 oder T2-4/N0-2 im Verhältnis 2:1 randomisiert worden für Pembrolizumab 200 mg oder Placebo alle drei Wochen, jeweils plus vier Zyklen Paclitaxel + Carboplatin, gefolgt von vier Zyklen Doxorubicin oder Epirubicin + Cyclophosphamid. Nach der Operation erhielten sie Pembrolizumab oder Placebo für neun Zyklen, bis zum Rezidiv oder inakzeptabler Toxizität. Wie die Ergebnisse belegen, verschob Pembrolizumab Patientinnen im Vergleich zu Placebo über das gesamte Spektrum hinweg in niedrigere RCB-Kategorien. In der Pembrolizumab-Gruppe gab es mehr Patientinnen mit RCB-0 (pCR) und weniger mit RCB-1, RCB-2 und RCB-3. Die entsprechenden Hazard Ratios für das EFS beziffern die Autoren Pusztai et al. auf 0,70 (95%-KI 0,38–1,31), 0,92 (95%-KI 0,39–2,20), 0,52 (95%-KI 0,32–0,82) und 1,24 (95%-KI 0,69–2,23). Häufigste erste EFS-Ereignisse waren Fernrezidive, wobei diese in der Pembrolizumab-Gruppe über alle RCB-Kategorien hinweg seltener dokumentiert wurden. Unter Patientinnen mit RCB-0/1 handelte es sich bei mehr als der Hälfte (21/38 [55,3%]) aller Ereignisse um Rezidive im zentralen Nervensystem, davon 13/22 (59,1%) in der Pembrolizumab-Gruppe und 8/16 (50,0%) in der Placebo-Gruppe. (sf)
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