Resilienz-Training für Krankenhausmitarbeiter in Zeiten von COVID-1918. Oktober 2022 © Mikhaylovskiy – stock.adobe.com (Symbolbild) Nicht erst seit der COVID-19-Pandemie sind Beschäftigte im Gesundheitswesen einer starken psychischen Belastung ausgesetzt. In einer neuen Studie haben Forschende nun ein Coaching-Programm bewertet, das darauf abzielt, Stress ab- und Resilienz aufzubauen. Zwischen September 2020 und April 2021 führte die Arbeitsgruppe eine Pilotkohortenstudie durch, in der das Programm Promoting Resilience in Stress Management (PRISM) zum Einsatz kam. Dieses wurde ursprünglich für Jugendliche und junge Erwachsene mit schweren bzw. chronischen Erkrankungen entwickelt und nun an Beschäftigte im Gesundheitswesen angepasst („PRISM at Work“). Inhalte wurden per Videokonferenz vermittelt, die Nachbeobachtungszeit betrug 7 Wochen. „PRISM at Work“ umfasst 6 wöchentliche 1-stündige Gruppensitzungen. Die Machbarkeit wurde a priori als eine Abschlussquote von 70% festgelegt. Die Akzeptanz definierte man quantitativ (Zufriedenheitswerte) und qualitativ (offene Fragen zu Erfahrungen mit dem Programm). Deskriptive Statistiken fassten demografische Variablen sowie Machbarkeit und Akzeptanz zusammen. Die Forschenden nahmen 153 Personen (medianes Alter 40,6 Jahre [SD 10,1]; 142 [92%] Frauen; 128 [84%] weiß; 81 [53%] mit Patientenkontakt) in ihre Studie auf. Von den 132 Beschäftigten im Gesundheitswesen, die für Folgebefragungen zur Verfügung standen, hatten 120 (91%) das Programm abgeschlossen und 116 (88%) gaben an, damit zufrieden zu sein. Antworten auf offene Fragen deuteten darauf hin, dass die Teilnehmer sich längere oder häufigere PRISM-Sitzungen wünschten. Von den Probanden selbst angegebene Resilienz (β =1,74; 95%-KI 1,00–2,48), Stress (β=–2,40; 95%-KI –3,28 bis –1,51), Angst (β =–2,04; 95%-KI –2,74 bis –1,34) und Burn-out/Erschöpfung (β=–0,37; 95%-KI –0,56 bis –0,18) erwiesen sich als nach Teilnahme an dem Programm verbessert. Fazit Als Ergebnis ihrer Untersuchung halten die Studienautoren fest, dass das Programm für Gesundheitsberufler von Nutzen sein könnte – sie befanden es als gut durchführbar, bei einer hohen Akzeptanz der Teilnehmenden und einer Verbesserung der untersuchten Outcomes (Vorher-Nachher-Vergleich bzgl. Resilienz, Stress, Angst und Burn-out, bewertet mit validierten Instrumenten und nach Selbsteinschätzung). (ac) Autoren: Yi-Frazier JP et al. Korrespondenz: Abby R. Rosenberg; [email protected] Studie: Assessment of Resilience Training for Hospital Employees in the Era of COVID-19 Quelle: JAMA Netw Open 2022;5(7):e2220677. Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2022.20677
Mehr erfahren zu: "Rettungsdienst-Kosten: NRW wirbt für umstrittene Lösung" Rettungsdienst-Kosten: NRW wirbt für umstrittene Lösung Seit Monaten streiten Kommunen und Krankenkassen um Kosten für den Rettungsdienst. Nun liegt eine Lösung auf dem Tisch, die den Kommunen überhaupt nicht passt. Das Land wirbt trotzdem um Zustimmung.
Mehr erfahren zu: "Menopausale Hormontherapie könnte vor Knochenschwund schützen" Menopausale Hormontherapie könnte vor Knochenschwund schützen Postmenopausale Frauen weisen unter einer Hormontherapie möglicherweise ein deutlich geringeres Risiko für Osteopenie und Osteoporose auf. Darauf deuten Daten einer retrospektiven Kohortenstudie hin, die auf der Jahrestagung der Endocrine Society […]
Mehr erfahren zu: "GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als Gefahr für die Universitätskliniken" GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als Gefahr für die Universitätskliniken Nicht nur der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) warnt vor den Folgen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Universitätskliniken und vor finanziellen Lasten für die Länder. Auch ein Teil der Länder positioniert […]