Retinopathie bei Typ-1-Diabetes

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Die DCCT-Studie (Diabetes Control and Complications Trial) zeigte, dass eine intensive Therapie die Entwicklung und das Fortschreiten der Retino­pathie bei Typ-1-Diabetes (T1D) im Vergleich zur konventionellen Therapie verringerte.

Das Follow-up der Studie zur Epidemiologie von Diabetesinterventionen und -komplikationen (EDIC) zeigte anhaltende Vorteile. Neben der Glykämie wurden in der aktuellen Studie auch nach anderen potenziellen Risikofaktoren für Retino­pathien (modifizierbar und nicht modifizierbar) in mehr als 30 Jahren Follow-up gesucht. Outcomes waren proliferative diabetische Retinopathie (PDR), das klinisch signifikantes Makulaödem (CSME) und Augenchirurgie.


Die Rate der Augenereignisse pro 1000 Personenjahre betrug 12 für PDR, 14,5 für CSME und 7,6 für Augenoperationen. Ca. 65 %, 60 % und 70 % der Teilnehmer blieben frei von PDR-, CSME- und Augenchirurgie. Die größten Risikofaktoren für eine PDR in absteigender Reihenfolge waren eine längere Dauer von T1D, eine erhöhte Albuminausscheidungsrate (AER) und ein höherer mittlerer diastolischer Blutdruck (DBP). Für CSME waren die Risikofaktoren in absteigender Reihenfolge ein höherer mittlerer HbA1c, eine längere Dauer der T1D, ein höheres Alter und DBP. Für Augenoperationen waren ein höherer mittlerer HbA1c, das Alter und eine längere Dauer der T1D entscheidend.

Fazit
Der mittlere HbA1c war der stärkste Risikofaktor für das Fortschreiten der Retinopathie. Auch weitere modifizierbare Risiko­faktoren wie eine erhöhte Albuminausscheidungsrate und ein höherer mittlerer diastolischer Blutdruck waren mit dem Fortschreiten der Retinopathie assoziiert. (rl)

Autoren: Hainsworth D et al.
Korrespondenz: Lachin JM;
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Studie: Risk Factors for Retinopathy in Type 1 Diabetes: The DCCT/EDIC Study
Quelle: Diabetes Care 2019 May;42(5):875–882.
Web: www.care.diabetesjournals.org/content/42/5/875