Rezepte und Überweisungen: Krankenkassen für digitales Instrument26. Januar 2026 Ein digitales Navigationstool soll nach dem Willen der gesetzlichen Krankenkassen für Patienten zum wichtigen ersten Anlaufpunkt im Gesundheitswesen werden. (Symbolfoto: ©khunkornStudio/stock.adobe.com) Viele Ärzte sind heute überlaufen – und gesetzlich Versicherte haben es schwer, dort durchzudringen. Die gesetzlichen Kassen schlagen vor, bestimmte Dinge mit digitaler Hilfe zu erledigen. Die gesetzlichen Krankenkassen streben die Einführung eines digitalen Navigationstools an, über das Patienten in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt Überweisungen zum Facharzt bekommen sollen. Das sagte die Vize-Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Stefanie Stoff-Ahnis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Denkbar sei auch, dass das Tool für gut eingestellte chronisch Kranke Folgerezepte ausstelle. „Es wird zukünftig sicherlich bestimmte Versorgungsprozesse geben, die rein digital abgewickelt werden können, ohne dass überhaupt noch ein ärztlicher Kontakt erforderlich ist“, sagte sie. „Wir brauchen eine moderne, digital gestützte Primärversorgung.“ Zugriff per Smartphone oder telefonisch Nach Angaben des RND haben die Kassen ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Die Nutzung des Navigationstools solle verpflichtend sein, bevor überhaupt eine Arztpraxis aufgesucht wird. Der Zugriff auf das Tool solle über eine App auf dem Smartphone möglich sein oder telefonisch über die Kassenärzte-Hotline 116117. „Aus Sicht der Versicherten wird das Tool zum wichtigen ersten Anlaufpunkt im Gesundheitswesen“, heiße es in dem Konzept.
Mehr erfahren zu: "Drohender Engpass bei Antibiotika: Sonderregeln greifen" Drohender Engpass bei Antibiotika: Sonderregeln greifen Nachschubprobleme bei Medikamenten kommen öfter vor, und meist lassen sie sich direkt ausgleichen. Bei bestimmten Präparaten ist die Lage jetzt schwieriger – und das Ministerium wird aktiv.
Mehr erfahren zu: "Vorschlag der DAK: Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak und Alkohol" Vorschlag der DAK: Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak und Alkohol Die Ausgaben für die medizinische Versorgung steigen weiter. Die Regierung will gegensteuern und eine drohende große Lücke 2027 schließen – nur wie?
Mehr erfahren zu: "Menopause: Höherer Gewichtsverlust durch Tirzepatid bei zeitgleicher Hormontherapie" Weiterlesen nach Anmeldung Menopause: Höherer Gewichtsverlust durch Tirzepatid bei zeitgleicher Hormontherapie Viele Frauen haben nach der Menopause mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Neue Daten lassen vermuten, dass Tirzepatid in Kombination mit einer Hormontherapie zu deutlich größeren Gewichtsverlusten führen könnte als ohne Hormontherapie.