Richtlinie stellt Diagnostik und Behandlung von Männern mit Kinderwunsch sicher7. Dezember 2017 „Bei einem kinderlosen Paar ist zu 50 Prozent die gesundheitliche Situation des Mannes mitbeteiligt”, sagt der Androloge Frank-Michael Köhn. Foto: Köhn Einer künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers durch Injektion eines Spermiums in eine Eizelle muss seit wenigen Monaten eine Untersuchung des Mannes durch Ärztinnen oder Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Andrologie“ vorausgehen. Darauf weist der Androloge Prof. Frank-Michael Köhn zum Beginn des 7. DVR-Kongresses hin. Die Untersuchung umfasst neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung zwei Spermiogramme gemäß den aktuellen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dadurch kann eine schwere männliche Störung der Fruchtbarkeit nachgewiesen werden. Mit dieser Aktualisierung wird auf die Erkenntnis reagiert, dass Männer und Frauen zu gleichen Teilen betroffen sind, wenn ein Paar einen vergeblichen Kinderwunsch hat. Deshalb sollte in einem Kinderwunschzentrum nicht nur die Frau, sondern durch Zusammenarbeit mit einem Andrologen auch der Mann gleichermaßen betreut werden. Die Änderung wurde festgelegt in den „Richtlinien über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die im Sommer in überarbeiteter Form in Kraft trat. „Wir sind sehr froh über diesen Entschluss“, sagt Köhn, Facharzt für Dermatologie mit Zusatzbezeichnung Andrologie am Andrologicum München und einer der beiden Kongresspräsidenten des 7. Kongresses des Dachverbandes für Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR). „Auf diese Weise ist es für das Paar völlig selbstverständlich, dass von Anfang an bei beiden die notwendige Diagnostik durchgeführt wird.“ Besonders wichtig ist das vor dem Hintergrund, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer in der Kinderwunschsprechstunde immer älter werden und auch immer häufiger begleitende Erkrankungen aufweisen, die die Zeugungsfähigkeit beinträchtigen können. Versorgungsengpässe sieht der Experte nicht: „Wir haben in Deutschland etwa 250 Kinderwunschzentren und 1.200 Andrologen.“ (DVR/ms)
Mehr erfahren zu: "Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen […]
Mehr erfahren zu: "Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor" Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor Anhaltende körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme oder Juckreiz begleiten viele Betroffene über Monate oder Jahre und schränken ihr Leben ein. Doch wie kommt es zu einer solchen Chronifizierung von Beschwerden […]
Mehr erfahren zu: "Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur" Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur Prof. Christian Fankhauser ist seit 01.03.2026 neuer Chefarzt und Leiter der Klinik für Urologie am Kantonsspital Winterthur (KSW, Schweiz).