Risiko für Asthma, Rhinokonjunktivitis und Ekzem bei Schulkindern

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Wenn es um Prävention geht, ist Asthma nicht gerade eine der Erkrankungen, die im Mittelpunkt des Interesses und der Forschung steht. Wissenschaftler haben aber nun einen Index für gesunden Lebensstil (Healthy Lifestyle Index [HLI]) entwickelt, um den kombinierten Effekt von modifizierbaren Lebensgewohnheiten auf Asthma, Rhinokonjunktivitis und Ekzeme zu untersuchen. Herangezogen wurden für die Studie Daten aus der Phase III der International Study of Asthma and Allergies in Childhood (ISAAC).

Die Forscher erhielten Informationen zu Symptomen von Asthma, Rhino­konjunktivitis und Ekzemen sowie zu verschiedenen Lebensstilfaktoren, die Kinder im Alter von 6–7 Jahren betrafen. Der HLI stellte eine Kombination von 5 Lebensstilfaktoren dar: kein Nikotinkonsum seitens der Eltern, Ernährung des Kindes nach dem Prinzip der „Mittelmeerdiät“, Body-Mass-Index des Kindes im gesunden Bereich, hohe körperliche Aktivität und wenig im Sitzen verbrachte Zeit.

Der Zusammenhang zwischen dem HLI und dem Risiko für Asthma, Rhinokonjunktivitis und Ekzeme wurde unter Verwendung von logistischen Regressionsmodellen mit gemischten Effekten auf mehreren Ebenen bewertet.

Die Forscher analysierten Daten von 70.795 Kindern aus 37 Behandlungszentren in 19 Ländern. Jeder zusätzliche Faktor für einen gesunden Lebensstil war mit einem verringerten Risiko für aktuelles Wheezing (Odds Ratio [OR] 0,87; 95%-Konfidenz­intervall [KI] 0,84–0,89), Asthma (OR 0,89; 95%-KI 0,87–0,92) und aktuellen Symptomen einer Rhinokonjunktivitis (OR 0,95; 95%-KI 0,92–0,97) und aktuellen Symptomen von Ekzemen (OR 0,92; 95%-KI 0,92–0,98) assoziiert.

Wären die Assoziationen kausal, so schreiben die Studienautoren, würde eine Kombination von 4 oder 5 Faktoren eines gesunden Lebensstils theoretisch zu einer Verringerung der Asthmafälle um bis zu 16% führen (je nach Region zwischen 2,7% und 26,3%).

Fazit
Die Ergebnisse dieser Studie sollten aber mit Vorsicht interpretiert werden, so die Forscher, da die Schlussfolgerung der Kausalität aus den beobachtenden Querschnittsdaten beschränkt ist. Die Wirksamkeit von Interventionen zur Verbesserung mehrerer veränderbarer Lebensstilfaktoren zur Verringerung der Belastung durch Asthma und Allergien im Kindesalter sollte in zukünftigen Untersuchungen analysiert werden, so die Wissenschaftler. (ac)

Autoren: Morales E et al.
Korrespondenz: Eva Morales; [email protected]
Studie: Combined impact of healthy lifestyle factors on risk of asthma, rhinoconjunctivitis and eczema in school children: ISAAC phase III
Quelle: Thorax 2019;74(6):531–538.
Web: https://doi.org/10.1136/thoraxjnl-2018-212668