Risikofaktoren für Herpes-zoster-Rezidiv22. Mai 2024 © ryanking999 – stock.adobe.com (Symbolbild) Herpes zoster (HZ) wird durch eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, das in der Kindheit Windpocken verursacht. Bislang ist keine Literaturübersicht bekannt, die sich mit der Belastung durch Auftreten eines HZ-Rezidivs befasst. Die Autoren eines narrativen Reviews führten eine PubMed-Suche durch, um die Literatur hinsichtlich Häufigkeit, Risikofaktoren und klinischen Merkmale eines HZ-Rezidivs zu bewerten. Studien gehen davon aus, dass bei etwa 1,2–9,6% der Personen ein HZ-Rezidiv auftreten kann, was einer Inzidenzrate von 1,7–16,6 Fällen pro 1000 Personenjahre entspricht. Ein HZ-Rezidiv wurde bei 0,0–18,2% der immungeschwächten Personen mit HZ gemeldet, mit einer Inzidenzrate von 17,0–55 Fällen pro 1000 Personenjahre. Zu den anerkannten Risikofaktoren für ein HZ-Rezidiv gehören der immungeschwächte Status, weibliches Geschlecht, die Familienanamnese und Begleiterkrankungen wie Diabetes. Weitere Faktoren, die ein Wiederauftreten begünstigen, sind langanhaltende Schmerzen nach der ersten HZ-Episode und das Vorliegen eines Herpes zoster ophthalmicus. Fazit Die Übersichtsarbeit unterstreicht nach Ansicht der Autoren, dass nach einer ersten HZ-Episode das Risiko eines HZ-Rezidivs bestehen bleibt. Die nationalen HZ-Impfempfehlungen sollten die Notwendigkeit und den Zeitpunkt der Impfung sowohl bei immunkompetenten als auch bei immungeschwächten Personen mit einer HZ-Vorgeschichte berücksichtigen. (am) Autoren: Parikh R et al. Korrespondenz: Raunak Parikh; [email protected] Studie: Herpes Zoster Recurrence: A Narrative Review of the Literature Quelle: Dermatol Ther (Heidelb) 2024 Mar;14(3):569–592. Web: https://doi.org/10.1007/s13555-024-01101-7