Rivaroxaban: Globale Analyse zeigt niedrige Raten von Blutungen und Schlaganfällen

Rivaroxaban
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Eine aktuelle Studie hat das reale Sicherheitsprofil von Rivaroxaban durch eine gepoolte Analyse von Patienten mit Vorhofflimmern (VHF), die weltweit am XANTUS-Programm teilnehmen, untersucht. XANTUS steht für „Xarelto for Prevention of Stroke in Patients With Atrial ­Fibrillation“.

Die große, prospektive Analyse dieser Daten aus dem „echten Leben“ von 11.121 Patienten aus 47 Ländern ergab niedrige Raten von Blutungen und Schlaganfällen bei mit Rivaroxaban behandelten VHF-Patienten. Dabei war die Zahl der Behandlungsabbrüche in den unterschiedlichen Regionen der Welt gering. Die Ergebnisse waren in allen Regionen weitgehend einheitlich.

Die vorab geplante gepoolte Analyse bezog die Register XANTUS, XANAP (Xarelto for Prevention of Stroke in Patients with Atrial Fibrillation in Asia) und XANTUS-EL (Xarelto for Prevention of Stroke in Patients with Atrial Fibrillation in Latin America and EMEA Region) ein.

Das Durchschnittsalter der 11.121 eingeschlossenen Patienten lag bei 70,5±10,5 Jahren, 42,9 % waren weiblich. Als Komorbiditäten führen die Global XANTUS program Investigators um Dr. Paulus Kirchhof von der University of Birmingham Herzinsuffizienz (21,2 %), Bluthochdruck (76,2 %) und Diabetes (22,3 %) an.
Die Raten an nachteiligen Ereignissen – ausgedrückt als Ereignisse/100 Patientenjahre – sahen wie folgt aus: schwere Blutungen 1,7 (95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,5–2,0; niedrigste Rate: Lateinamerika 0,7; höchste Rate: West­europa, Kanada und Israel 2,3), Gesamtmortalität 1,9 (95 %-KI 1,6–2,2; niedrigste Rate: Osteuropa 1,5; höchste Rate: Lateinamerika, Naher Osten und Afrika 2,7) und Schlaganfall oder systemische Embolie 1,0 (95 %-KI 0,8–1,2; niedrigste Rate: Lateinamerika 0; höchste Rate: Ostasien 1,8). Die Persistenz der Behandlung über ein Jahr betrug 77,4 % (niedrigste Persistenz: Ostasien 66,4 %; höchste Persistenz: Osteuropa 84,4 %).

Fazit
Die Analyse bei 11.121 Patienten aus 47 Ländern zeigte niedrige Raten von Blutungen und Schlaganfällen bei mit Rivaroxaban behandelten VHF-Patienten.

Autoren: Kirchhof P et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Global Prospective Safety Analysis of Rivaroxaban
Quelle: J Am Coll Cardiol 2018;72(2):141–153.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jacc.2018.04.058