Roboterassistierte Nierentransplantation: Ein sicheres Verfahren8. Februar 2019 Grafik: Crystal light – Fotolia.com Sowohl das Überleben des Grafts als auch seine Funktion sowie die Komplikationsrate sind bei der roboterassistierten Nierentransplantation (RAKT) gut. Das ist das Fazit einer Studie unter Leitung von Dr. Alberto Breda von der urologischen Abteilung der Fundació Puigvert an der Universität von Barcelona, Spanien. Gemeinsam mit seinen Koautoren berichtet der Urologe über seine Erfahrungen mit der RAKT mit einem Follow-up von bis zu 1 Jahr. Grundlage für die Studie bildeten die Daten der Arbeitsgruppe RAKT der European Robotic Urological Section (ERUS) , die an 8 verschiedenen Zentren in Europa prospektiv gesammelt wurden. Die RAKT wurden alle mit Lebendspendern durchgeführt. Angaben zu Spätkomplikationen, Operationsverlauf, Überleben des Grafts sowie funktionelle Outcomes wurden nach 7 und 30 Tagen und nach 1 Jahr erhoben. Insgesamt lagen der ERUS-RAKT-Arbeitsgruppe 147 RAKT zur Auswertung vor. Von diesen lagen bei 83 Eingriffen Informationen zu den Outcomes nach 1 Jahr vor. Etwa 36 % der RAKT-Patienten waren Frauen. Das mediane Alter lag bei 43 Jahren und der mediane Body-Mass-Index war 25,3 kg/m². Der Kreatininwert im Serum betrug vor der Transplantation 10 ml/min pro 1,73 m². Mehr als die Hälfte der Eingriffe waren vorsorglich durchgeführt worden. Die Forscher konnten keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der Nierenfunktion zwischen 30 Tagen und 1 Jahr nach der Operation feststellen (Kreatinin: p=0,78; geschätzte glomeruläre Filtrationsrate: p=0,91). Auch schien der Operationsverlauf (Wiedererwärmung und Operationsdauer) keinen Einfluss auf die Graft-Funktion nach 1 Jahr zu haben. In drei Fällen kam es zum Graft-Verlust nach einer starken arteriellen Thrombose innerhalb 1 Woche nach der Operation. Spätere Komplikationen waren in einem Fall das Auftreten einer Ureterstenose und im anderen Fall eine Pyelonephritis. (bs) Publikation: Territo A et al. European experience of robot-assisted kidney transplantation: minimum of 1-year follow-up. BJU Int 2018;122(2):255–262.
Mehr erfahren zu: "Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen […]
Mehr erfahren zu: "Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor" Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor Anhaltende körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme oder Juckreiz begleiten viele Betroffene über Monate oder Jahre und schränken ihr Leben ein. Doch wie kommt es zu einer solchen Chronifizierung von Beschwerden […]
Mehr erfahren zu: "Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur" Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur Prof. Christian Fankhauser ist seit 01.03.2026 neuer Chefarzt und Leiter der Klinik für Urologie am Kantonsspital Winterthur (KSW, Schweiz).