Rosazea: Zusammenhang mit kardiometabolischen Erkrankungen

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Rosazea ist als chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Zusammenhang mit multiplen systemischen Erkrankungen bekannt. Der Zusammenhang zwischen Rosazea und kardiometabolischen Erkrankungen (CMD) bleibt jedoch umstritten.

Ziel einer aktuellen Untersuchung, die im „Journal of the American Academy of Dermatology“ veröffentlicht wurde, war die Bewertung des Zusammenhangs zwischen Rosazea und CMD mithilfe einer systematischen Übersicht und Meta-Analyse.

Die Autoren führten eine umfassende Suche in den Datenbanken PubMed, Embase, Cochrane Library und Web of Science durch; es wurden Studien berücksichtigt, die vor Oktober 2019 veröffentlicht wurden. Die gepoolten Risikoquotienten oder die standardisierten Mittelwertdifferenzen wurden berechnet.

Es wurden lediglich 13 Studien einbezogen, die 50.442 Patienten mit Rosazea repräsentierten. Patienten mit Rosazea wiesen eine höhere Prävalenz von Dyslipidämie, eine höhere Prävalenz von Bluthochdruck, ein höheres Gesamtcholesterin, ein höheres Low-Density-Lipoprotein, höhere Triglyzeride, einen höheren systolischen Blutdruck, einen höheren diastolischen Blutdruck und einen höheren Nüchtern-Blutzuckerspiegel auf.

Rosazea war nicht mit ischämischer Herzkrankheit, Schlaganfall, Diabetes und Lipoprotein hoher Dichte assoziiert. Es konnte keine Subgruppenanalyse nach den Subtypen und dem Schweregrad der Rosazea durchgeführt werden.

Fazit
Die Autoren der Studie kommen zu der Schlussfolgerung, dass Rosazea eine Korrelation mit Bluthochdruck und Dyslipidämie zeigt, jedoch nicht mit ischämischer Herzkrankheit, Schlaganfall oder Diabetes. Sie plädieren bei Patienten mit Rosazea für ein Screening auf CMD-Indikatoren, die für die Diagnose und angemessene Behandlung in einem frühen Krankheitsstadium hilfreich sein können. (am)

Autor: Chen et al.
Korrespondenz: Wei Shi; [email protected]
Studie: Association between rosacea and cardiometabolic disease: A systematic review and meta-analysis
Quelle: J Am Acad Dermatol 2020 Nov;83(5):1331–1340.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jaad.2020.04.113