RSV-Immunisierung: Impfung in der Schwangerschaft häufiger bevorzugt8. Oktober 2026 Symbolbild © Anna/stock.adobe.com Wenn es um den Schutz von Säuglingen vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) geht, bevorzugen Schwangere und Eltern kleiner Kinder die Impfung während der Schwangerschaft gegenüber einer Antikörpergabe an den Säugling. RSV-Infektionen sind in den USA die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen. Zum Schutz von Säuglingen vor einer Krankenhauseinweisung stehen zwei Immunisierungsoptionen zur Verfügung: die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft oder die Verabreichung von RSV-Antikörpern an den Säugling nach der Geburt. Lücken in der Immunisierungsabdeckung deuten auf verpasste Gelegenheiten hin, Säuglinge vor RSV-bedingten Krankenhausaufenthalten zu schützen. Die Forschenden einer in „JAMA Network Open“ veröffentlichten Studie untersuchten daher die Einstellungen zur RSV-Immunisierung bei Schwangeren und Eltern von Kindern im Alter von null bis fünf Jahren. Dazu führten sie im April 2024 zeitgleich zwei landesweite Querschnittsbefragungen durch. Erfasst wurde bei beiden Gruppen die Bereitschaft, das Kind nach der Geburt mit einem RSV-Antikörper immunisieren zu lassen. Die Schwangeren wurden zusätzlich zu ihrer Bereitschaft zur RSV-Impfung während der Schwangerschaft befragt. An den Befragungen nahmen 1.765 Eltern und 174 Schwangere teil. Die meisten waren mindestens 30 Jahre alt. Rund 56 Prozent der Schwangeren impfbereit Von den Schwangeren, für die eine RSV-Impfung infrage kam, beabsichtigten 55,5 Prozent, sich während der Schwangerschaft impfen zu lassen. Von den befragten Eltern beabsichtigten 59,8 Prozent, ihr Kind mit einem RSV-Antikörper immunisieren zu lassen. Eine ausdrückliche Empfehlung durch medizinisches Fachpersonal konnte die Bereitschaft auch bei zunächst skeptischen oder unentschlossenen Befragten erhöhen. Von den Schwangeren, die eine RSV-Impfung zunächst ablehnten oder sich unsicher waren, hätten sich danach 35,8 Prozent wahrscheinlich oder definitiv impfen lassen. Bei den unsicheren oder die Impfung ablehnenden Eltern hätten sich 27,0 Prozent wahrscheinlich oder definitiv für die Antikörpergabe an ihr Kind entschieden. Präferenz für Impfung während der Schwangerschaft Bei der direkten Wahl zwischen beiden Strategien bevorzugten die Befragten deutlich die Impfung während der Schwangerschaft. Unter den Eltern sprachen sich 48,3 Prozent für die maternale Impfung aus, aber nur 9,4 Prozent für die Antikörpergabe an den Säugling. Bei den Schwangeren lagen die entsprechenden Anteile bei 58,2 Prozent und 6,2 Prozent. Zu den häufigsten Gründen für eine ablehnende oder unentschlossene Haltung gehörten in beiden Gruppen fehlende Informationen und Sicherheitsbedenken. Die Ergebnisse zeigen nach Einschätzung der Forschenden, dass eine ausdrückliche Empfehlung durch medizinisches Fachpersonal die Bereitschaft zur RSV-Immunisierung bei einem Teil der zunächst skeptischen oder unentschlossenen Befragten erhöhen könnte. Künftige Untersuchungen sollten daher Kommunikationsstrategien zur Aufklärung über die verfügbaren RSV-Immunisierungsoptionen sowie die ärztliche Empfehlung zur Immunisierung weiter untersuchen. (nec)
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