Rund 70 Prozent der adipösen Jugendlichen haben eine MASLD

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Rund 70% der adipösen Jugendlichen sind von einer Metabolischen dysfunktionsassoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) betroffen. Das geht aus den Ergebnissen einer in „Pediatric Obesity“ veröffentlichten Studie hervor. Da die Adipositasraten bei Jugendlichen steigen, halten die Autoren es für „dringend notwendig“, gefährdete Jugendliche auf Stoffwechselprobleme im Zusammenhang mit steatotischen Lebererkrankungen zu untersuchen.

Um die Prävalenz und Trends von Adipositas und MASLD bei Jugendlichen im Alter von 12–17 Jahren in den USA zu evaluieren, nutzen Michael Sun vom duPont Hospital for Children in Wilmington und Hongbing Sun von der Rider University in Lawrenceville, beide USA, Daten des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES). Unter Verwendung durch FibroScan erhobener CAP(Controlled Attenuation Parameter)-Werte, Körpermaße und Blutparametern aus den Jahren 2017–2020 entwickelten die Forschenden ein Screening-Modell, um die MASLD-Trends von 1999–2020 analysieren zu können.

Für den Zeitraum 2017–2020 errechneten sie so eine Prävalenz von Adipositas und MASLD von rund 20%, wobei etwa 70% der adipösen Jugendlichen von MASLD betroffen waren. Die Erkrankung trat bei Jungen häufiger auf, insbesondere bei Kindern mit mexikanischen Wurzeln. Darüber hinaus erfüllten 97,2% der Personen, bei denen damals eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) festgestellt worden war, auch die MASLD-Kriterien.

Jugendliche mit MASLD hatten ein signifikant höheres Körpergewicht, einen größeren Taillenumfang, höhere Triglycerid- und Alanin-Transaminase-Werte, einen niedrigeren HDL-Cholesterinspiegel sowie ein erhöhtes Risiko für Leberfibrose. Unzureichende körperliche Aktivität und eine schlechte Ernährungsqualität waren bedeutende Risikofaktoren für die Entwicklung von MASLD. Für den Zeitraum 1999–2020 beobachteten die Forschenden einen deutlichen Anstieg der MASLD-Prävalenz, der sich parallel zu den steigenden Adipositasraten entwickelte.

Fazit
Die hohe Überschneidung zwischen MASLD- und NAFLD-Diagnosen deutet den Autoren zufolge zudem darauf hin, dass der im Jahr 2023 beschlossene Übergang von NAFLD zu MASLD effektiv in die pädiatrische Praxis integriert werden kann. (ej)

Autoren: Sun M et al.
Korrespondenz: Michael Sun; [email protected]
Studie: Recent prevalence and trends of obesity and metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (MASLD) among US adolescents: 1999 to 2020
Quelle: Pediatr Obes 2025 May;20(5):e70003.
Web: https://doi.org/10.1111/ijpo.70003