Russland: Ermittlungen wegen toter Neugeborener in sibirischer Geburtsklinik

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Nach dem Tod von Säuglingen in einem russischen Krankenhaus ermitteln die Behörden. Der Verdacht richtet sich gegen das medizinische Personal.

In einer Geburtsstation der sibirischen Stadt Nowokusnezk (Russland) sind nach russischen Medienberichten seit Neujahr zahlreiche Neugeborene gestorben. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass schrieb von neun toten Säuglingen, die Agentur Ria Nowosti sogar von zehn toten Babys. Sie beriefen sich auf Quellen im Gesundheitswesen des Gebietes Kemerowo.

Atemwegskrankheiten nachgewiesen

Das Staatliche Ermittlungskomitee der Region eröffnete ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit des medizinischen Personals. Die Geburtsstation Nr. 1 der städtischen Klinik sei geschlossen worden, weil bei Mitarbeitern verstärkt Erreger von Atemwegskrankheiten nachgewiesen worden seien, berichtete Ria Nowosti.

Die Stadt Nowokusnezk im Kohle- und Industrierevier Kusbass hat eine halbe Million Einwohner und liegt etwa 3100 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau.