Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab als perioperative Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs21. Juli 2026 Blasenkrebs (Symbolbild), Grafik: MohammedElAmine – stock.adobe.com Die perioperative Gabe von Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs hat in einer aktuellen Studie eine vielversprechende Gesamtansprechrate (ORR) ohne Nebenwirkungen des Grades 4 oder höher gezeigt. Dies ermöglichte einem Teil der Patienten den Blasenerhalt mit anhaltender Remission. SURE-02 ist eine einarmige Phase-II-Studie, die am IRCCS San Raffaele Krankenhaus in Mailand (Italien) durchgeführt wurde. Sponsor ist Merck Sharp & Dohme (Kenilworth, USA). Teilnahmeberechtigt waren Patienten ab 18 Jahren mit einem ECOG-Performance-Status von 0–1, bei denen neu ein histologisch bestätigter muskelinvasiver Blasenkrebs (Stadium cT2–T3bN0M0) diagnostiziert wurde, die für eine neoadjuvante Chemotherapie auf Cisplatin-Basis nicht geeignet waren oder diese abgelehnt hatten und bei denen eine radikale Zystektomie geplant war. Re-TURB bei Ablehnung der Zystektomie Die Patienten erhielten alle drei Wochen vier Zyklen intravenöses Pembrolizumab (200 mg an Tag 1) und intravenöses Sacituzumab Govitecan (7,5 mg/kg an Tag 1 und Tag 8). Anschließend erfolgte die radikale Zystektomie; alternativ erhielten Patienten, die eine radikale Zystektomie ablehnten, nach interdisziplinärer Tumorkonferenz eine erneute transurethrale Resektion des Blasentumors (Re-TURB). Postoperativ wurden den Patienten alle drei Wochen Pembrolizumab (200 mg) für 13 Zyklen verabreicht. Der primäre Endpunkt war die ORR. Eine OR lag vor, wenn das Bildgebungsergebnis negativ war und bei Patienten mit Re-TURB kein vitales Tumorgewebe aufzufinden war. Die Wirksamkeit wurde bei allen Patienten beurteilt, die mindestens eine Dosis der Studienbehandlung erhalten und eine Ausgangsuntersuchung absolviert hatten (Intention-to-treat-Population). Zwischen dem 02.10.2023 und dem 26.02.2025 wurden 63 Patienten gescreent, 49 Patienten nahmen schließlich an der Studie teil. Ihr Altersmedian lag bei 66 Jahren (IQR 61–71); acht (16 %) waren weiblich und 41 (84 %) männlich. 33 (67 %) Patienten wiesen ein cT2-Stadium auf, bei 21 (43 %) war nach zentraler Bestätigung eine abweichende Histologie zu verzeichnen. Vollständiges Ansprechen bei 39 Prozent Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 14 Monaten (Interquartile range 8–18) zeigten 19 Patienten (39 %; 95 %-Konfidenzintervall 25–54) ein vollständiges Ansprechen. Alle unterzogen sich einer erneuten TURB. Alle CR-Patienten waren metastasenfrei; bei zwei Patienten trat ein intravesikales Rezidiv auf. Nebenwirkungen des Grades 3 traten bei 8 Patienten (16 %) auf, am häufigsten Diarrhö (bei 4 Patienten; 8 %). Es gab keine behandlungsbedingten Todesfälle. 3 Patienten (6%) erlitten schwere Nebenwirkungen: bullöses Pemphigoid bei 2 Patienten und Kolitis bei einem Patienten. (ms/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie
Mehr erfahren zu: "Mpox weitet sich in Berlin auf weitere Personengruppen aus" Mpox weitet sich in Berlin auf weitere Personengruppen aus Bislang betraf Mpox vor allem Männer, die Sex mit Männern haben. Neue Zahlen aus Berlin weisen darauf hin, dass Übertragungen zunehmend auch bei sexuellen Kontakten zwischen Männern und Frauen auftreten.
Mehr erfahren zu: "Ärztepräsident: Ausländische Ärzte werden dringend gebraucht" Ärztepräsident: Ausländische Ärzte werden dringend gebraucht Ausländische Ärzte sind für Deutschland unverzichtbar, sagt Ärztepräsident Reinhardt. Und er stellt sich damit gegen Forderungen der AfD.
Mehr erfahren zu: "Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs" Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs Bei der Suche nach neuen Therapieansätzen, die in das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen eingreifen, rückte eine Klasse von Enzymen, die Cyclin-abhängigen Kinasen (CDKs), in den Blickpunkt. Denn diese Enzymfamilie spielt […]