Sartorius und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz starten gemeinsames Forschungslabor30. Dezember 2019 Sartorius Campus. © Sartorius Sartorius, ein Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie, und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben das Forschungslabor Sartorius-AI-Lab (SAIL) ins Leben gerufen. Auf dem Campus des DFKI in Kaiserslautern wird im SAIL der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Sartorius-Produkt- und Plattformlösungen experimentell erprobt und weiterentwickelt. „Moderne Methoden der Datenanalyse werden in der Biopharma-Branche bislang nur sehr begrenzt eingesetzt, in der Wirkstofferforschung und auch in der Produktion. Dies ist einer der Gründe für immer längere Entwicklungszeiten und steigende Kosten für Medikamente. Eine bessere Nutzung von Daten durch KI ist ein besonders vielversprechender Ansatz, um hier erhebliche Fortschritte zu erzielen. Wir freuen uns, mit dem DFKI eines der wichtigsten internationalen Centers of Excellence für KI und Deep Learning mit mehr als 1.000 Wissenschaftlern als starken Partner gefunden zu haben, um solche Lösungen zu entwickeln“, sagte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg. Das SAIL ist am DFKI-Forschungsbereich Smarte Daten & Wissensdienste unter der Leitung von Prof. Andreas Dengel angesiedelt und nutzt die Deep-Learning-Hardware und -Kompetenz des DFKI. Als geschützter Datenraum und eigenständiges Datenlabor steht das SAIL im Rahmen von Kooperationen auch Partnern und Kunden von Sartorius offen, und es wurden bereits erste Projekte initiiert. Zudem soll es von Sartorius und DFKI zur Ausbildung genutzt werden, und auch Mitarbeiter des DFKI können sich zum Thema Life-Science-Anwendungen an den Forschungsstandorten von Sartorius weiterbilden. Sartorius und das DFKI wollen unter anderem Verfahren des Maschinellen Lernens und der Bild- und Mustererkennung für Life-Science-Anwendungen entwickeln und einsetzen. So arbeiten die Forscher zum Beispiel an neuen Deep-Learning-Algorithmen und Methoden zur Bilderkennung von Zellen und Organoiden, zur Analyse und Modellierung biologischer Systeme und zur Simulation und Optimierung von biopharmazeutischen Produktionsverfahren. Sartorius stellt dafür umfangreiche Daten zur Verfügung und entsendet Spezialisten aus den Bereichen Corporate Research und Produktentwicklung an das SAIL. Prof. Oscar-Werner Reif, Chief Technology Officer von Sartorius, betonte: „Wir schaffen im Rahmen dieser Kooperation die Grundlagen, um digitale Werkzeuge und Methoden auf Basis von KI zu entwickeln. Die gewonnenen Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung von Sartorius-Produkten ein, so dass unsere Anwendungslösungen immer adaptiver und leistungsfähiger werden. Ziel ist es, mit besseren Methoden der Datenanalyse und den zunehmenden Rechnerkapazitäten die Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika zukünftig im Computer abbilden und simulieren zu können. Daraus resultierend werden sich die Entwicklungszeiten und –kosten für neue Therapien von der Idee bis zum Patienten sprunghaft verbessern. Darüber hinaus freuen wir uns, Mitarbeitern von Sartorius sowie Studenten und Wissenschaftlern des DFKI die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs und der Weiterqualifikation in KI und Life-Science-Anwendungen zu bieten.“ Prof. Andreas Dengel, Standortleiter des DFKI in Kaiserslautern, sagte: „In den DFKI-Transferlabs werden neue Servicemodule mit Künstlicher Intelligenz für diverse Märkte und Zielgruppen entwickelt. Seit zwei Jahren nutzen wir unsere in Europa einzigartige KI-Hardwareausstattung für die anwendungsorientierte Forschung mit namhaften Unternehmen wie Allianz, Continental, Hitachi oder IAV. Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit dem Global Player Sartorius als Partner in den Markt der Life-Science-Tools eintreten.“
Mehr erfahren zu: "Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei" Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei Multiple Sklerose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, führt erst das molekulare Zusammenspiel […]
Mehr erfahren zu: "2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom" 2000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom Eine neue Studie bestätigt, dass bestimmte humane Herpesviren bereits vor tausenden Jahren Teil des menschlichen Genoms wurden. Die aktuellen Genomdaten liefern den ersten direkten Beweis für die Entwicklung der Viren […]
Mehr erfahren zu: "Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken" Darmpolypen: DNA-Tests verbessern den Einblick in erbliche Risiken Bei fünf bis zehn Prozent der Darmkrebspatienten spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Dabei ist der Anteil bei jüngeren Personen höher. Die DNA-Analyse von Darmpolypen liefert wichtige zusätzliche Informationen über die […]