Schlafapnoe: Auswirkungen auf den Blut-Fettstoffwechsel bei Männern stärker als bei Frauen6. Februar 2024 Foto: © Andrey-Popov/stock.adobe.com Ein Forschungsteam der Universität Ottawa hat gezeigt, dass die Auswirkungen von Schlafapnoe auf den Stoffwechsel von Blutfetten je nach Geschlecht unterschiedlich sind, wobei Frauen ihre Blutfette besser regulieren als Männer. In einer randomisierten Cross-Over-Studie der Universität Ottawa mit Probanden beiderlei Geschlechts maß das Forschungsteam die Auswirkungen des Verzehrs von fettreichen Mahlzeiten und der zeitweiligen Exposition gegenüber sauerstoffarmer Luft, die zu einem niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxämie) führt, einem Schlüsselmerkmal der Schlafapnoe. Während der Studie wurden verschiedene physiologische Messungen durchgeführt, darunter Triglycerid-Spiegel, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. „Zu unseren Erkenntnissen gelangten wir durch die Messung der Lipide im Blutkreislauf nach einer lipidreichen Mahlzeit, wobei Männer und Frauen bei guter Gesundheit zeitweise Umgebungsluft [normaler Sauerstoffgehalt] oder sauerstoffarmer Luft ausgesetzt waren [letztere simuliert Schlafapnoe]“, kommentiert Pascal Imbeault, ordentlicher Professor an der School of Human Kinetics der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Ottawa. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es zwischen Männern und Frauen signifikante Unterschiede in der Triglycerid-Reaktion nach einer Mahlzeit unter Bedingungen intermittierender Hypoxämie gibt. Die Studie liefert detaillierte Informationen über die Wechselwirkung zwischen biologischem Geschlecht, intermittierender Hypoxämie und Triglycerid-Reaktion nach einer Mahlzeit, mit möglichen Auswirkungen auf zukünftige Forschung und klinische Anwendungen im Bereich der Physiologie. „Unsere Arbeit zeigt, dass Frauen einen metabolischen Vorteil bei der Regulierung der Blutfette haben und sie so vor den störenden Auswirkungen der Schlafapnoe schützen. Dies könnte möglicherweise erklären, warum Frauen mit Schlafapnoe eine geringere Prävalenz von Komorbiditäten [Typ-II-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen] aufweisen als Männer“, betont Imbeault. „Unseres Wissens hat bisher keine Studie den Einfluss des biologischen Geschlechts auf die Blutfette während der Exposition gegenüber intermittierender Hypoxämie untersucht, einem Zustand, der Schlafapnoe simuliert“, fügt er hinzu. Die Ergebnisse erweitern daher unser Verständnis der Art und Weise, wie Blutfette verwaltet werden, um eine neue Dimension und unterstreichen, wie wichtig es ist, den Unterschied zwischen den Geschlechtern in zukünftigen Forschungen und klinischen Interventionen zu berücksichtigen. Die Studie wurde im Fachjournal „Journal of Physiology“ veröffentlicht.
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