Schlechter Schlaf ist bei älteren Frauen mit einem höherem Alzheimer-Risiko assoziiert27. Mai 2026 Symbolbild © Salauddin/stock.adobe.com Schlafstörungen könnten laut einer neuen Studie von Forschern der University of California San Diego (USA) einen bedeutenden Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit bei älteren Frauen darstellen, die eine höhere genetische Prädisposition für diese Erkrankung aufweisen. Die Forscher untersuchten 69 Frauen im Alter von 65 Jahren und älter, die an der „Women Inflammation Tau Study“ teilnahmen – einem laufenden Projekt, das sich auf die Themen Alterung und das Risiko für die Alzheimer-Krankheit konzentriert. Die Teilnehmerinnen füllten Fragebögen zu ihrer Schlafqualität aus, absolvierten Gedächtnistests und unterzogen sich Gehirnscans, bei denen die Konzentration von Tau gemessen wurde. Zusammenhang nur bei erhöhtem genetischen Risiko Die Studie ergab, dass eine subjektiv als schlechter empfundene Schlafqualität mit einer schwächeren Leistung des visuellen Gedächtnisses sowie einer stärkeren Tau-Anreicherung in jenen Hirnregionen korrelierte, die bei der Alzheimer-Krankheit typischerweise frühzeitig betroffen sind – allerdings nur bei Frauen mit einem erhöhten genetischen Risiko. Frauen mit einem geringeren genetischen Risiko zeigten keinen vergleichbaren Zusammenhang zwischen Schlafstörungen, Gedächtnisleistung und der Anreicherung von Tau-Proteinen. Dieser Befund beschränkte sich spezifisch auf das visuelle Gedächtnis; beim verbalen Gedächtnis wurde ein solcher Zusammenhang nicht beobachtet. Nach Ansicht der Forscher untermauern diese Ergebnisse die wachsende Evidenz dafür, dass sich Schlafstörungen und die Alzheimer-Krankheit im Laufe der Zeit gegenseitig verstärken können. Frühere Studien hatten bereits darauf hingewiesen, dass gestörter Schlaf zur Anreicherung abnormaler Tau-Proteine beitragen kann, während Alzheimer-bedingte Veränderungen im Gehirn ihrerseits gesunde Schlafmuster beeinträchtigen können. Da Frauen fast zwei Drittel aller Alzheimer-Fälle ausmachen und zudem häufiger über eine schlechtere Schlafqualität berichten als Männer, könnte Schlaf – so die Forscher – bei älteren Frauen einen wichtigen und potenziell beeinflussbaren Risikofaktor darstellen. Besserer Schlaf als Präventionsstrategie Die Autoren merken an, dass die subjektive Erfassung der Schlafqualität kostengünstig und einfach durchzuführen ist; dies eröffnet die Möglichkeit, dass Hinweise auf Schlafstörungen dabei helfen könnten, jene Personen zu identifizieren, die von einer engmaschigeren medizinischen Überwachung oder frühzeitigen Interventionsmaßnahmen profitieren könnten. Zudem legen sie nahe, dass die Verbesserung der Schlafqualität zu einem zentralen Ansatzpunkt für künftige Präventionsstrategien gegen die Alzheimer-Krankheit werden könnte – insbesondere für Frauen mit einem erhöhten genetischen Risiko. Insgesamt erscheint es daher geboten, Schlafstörungen bei älteren Frauen ernst zu nehmen, da diese von relevanter Bedeutung für ihre Gehirngesundheit sein könnten. (lj/BIERMANN) Auch interessant zu dem Thema: Menopause verringert das Hirnvolumen und verschlechtert die psychische Gesundheit Ein Bluttest kann Demenz bei Frauen bis zu 25 Jahre im Voraus vorhersagen
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