Schleswig-Holstein: Schwangerschaftsabbrüche Thema im Sozialausschuss23. Januar 2026 Foto: © Parilov/stock.adobe.com Nach dem Trägerwechsel am Diako-Krankenhaus bleiben Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischer Indikation möglich. Dies versicherten Zuständige im Sozialausschuss von Schleswig-Holstein. Eines fällt aber weg. Nach der Übernahme des Diako-Krankenhauses in Flensburg durch die katholischen Malteser zum 1. März bleibt die Versorgung für Schwangerschaftsabbrüche in der Region gesichert. Das Gesundheitsministerium teilte im Sozialausschuss des Landtags mit, dass zwar ambulante Abbrüche nach der Beratungsregelung grundsätzlich nicht mehr angeboten werden. „Weiterhin möglich sind jedoch Schwangerschaftsabbrüche in der Klinik bei medizinischer Indikation und der Gefahr für Leib und Leben der Schwangeren.“ Dies wurde demnach bereits seit mehreren Jahren mit Blick auf die ursprünglich geplante Fusion von den Klinikträgern kommuniziert. Die Geschäftsführerin der Malteser Norddeutschland gGmbH, Martina Ganskopf, erklärte im Ausschuss, auch nach einer Vergewaltigung können Frauen in die allgemeine Notaufnahme kommen und zur Verhütung einer Schwangerschaft die Pille danach erhalten. Und wenn es nach einem ambulanten Schwangerschaftsabbruch Komplikationen gebe, stehe die Klinik ebenfalls zur Verfügung. Malteser übernehmen Trägerschaft Die Malteser übernehmen die Trägerschaft des geplanten Fördeklinikums jetzt vollständig. Bisher war geplant, dass Diako und Malteser das neue Krankenhaus gemeinsam in ökumenischer Trägerschaft betreiben. Das neue Klinikum soll bis 2030 fertiggestellt werden. Ursprünglich sollten erst zu diesem Zeitpunkt keine ambulanten Schwangerschaftsabbrüche am Krankenhaus mehr durchgeführt werden. Tatsächlich werden diese nun schon vom 1. März an nicht mehr an der Diako stattfinden, wie Ganskopf betonte. Dies sei aber auch keine Leistung, die dem stationären Versorgungsauftrag entspreche. 98 Prozent ambulant durchgeführt Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) wies im Sozialausschuss darauf hin, dass 98 Prozent aller Schwangerschaftsabbrüche ambulant durchgeführt werden. Die Ministerin verwies auf einen Bericht der Stadt Flensburg, nach dem seit 2021 in der Diako keine Abbrüche nach Beratungsregelung stationär durchgeführt wurden. Alle Abbrüche nach Beratungsreglung in der Diako zwischen 2021 und 2024 waren ambulante Eingriffe. Insgesamt wurden dem Bericht der Stadt zufolge 2024 in Flensburg 250 ambulante (operative und medikamentöse) Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. Davon fanden 32 in den Räumlichkeiten der Diako statt.
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