Schluckbeschwerden bei Kopf-Hals-Krebs14. Dezember 2018 Foto: © Photographee.eu – Fotolia.com Die deutsche Version des EAT-10- Fragebogens bei Kopf-Hals-Krebs hat sich als verlässlich erwiesen, wie eine aktuelle Studie belegt. Die Untersuchung subjektiv empfundener Schluckbeschwerden bildet ein wichtiges Element im Rahmen eines multidimensionalen und modernen Managements von Patienten mit Kopf-Hals-Krebs, die an Dysphagie leiden. Zu diesem Zweck fand ein international anerkannter und validierter 10-teiliger Fragebogen (EAT-10) Anwendung, der im Jahre 2008 von Belafski et al. entwickelt wurde. Zielgebung der vorliegenden Arbeit ist die Validierung von EAT-10 für Patienten mit Kopf-Hals-Krebs. Die Übersetzung von EAT-10 erfolgte gemäß den Richtlinien zur Übersetzung fremdsprachlicher Messinstrumente. Insgesamt wurde EAT-10 von 81 Kopf-Hals-Tumor-Patienten (76 % männlich, Altersspanne 28–85, Median 64; Tumorstadium I–IV) ausgefüllt. Die Reliabilität bzw. interne Konsistenz wurde durch Cronbachs Alpha bestimmt, die Zusammenhänge zwischen EAT-10-Gesamtscore sowie Tumorstadium bzw. -lokalisation, Geschlecht, Alter, BMI und Art der onkologischen Therapie durch eine Spearman-Korrelation geprüft. Die deutsche Version von EAT-10 wird unter der Bezeichnung gEAT-10 geführt. Die Interne Konsistenz des Fragebogens gemäß Cronbachs Alpha betrug α = 0,94; das Tumorstadium korrelierte mit dem gEAT-10-Gesamtscor in Variationen zwischen α = 0,59 und α = 0,85. Es wurden keine signifikanten Zusammenhänge zwischen den gEAT-10-Gesamtscores und dem Geschlecht und Alter in univariaten Berechnungen identifiziert. Zusammenhänge fanden sich jedoch beim BMI, dem Tumorstadium sowie der Lokalisation und auch bei der Form der onkologischen Therapie. Auch in einer früheren Untersuchung wurde dies bereits konstatiert: Höhere Tumorstadien gingen dabei mit höheren EAT-10-Werten, d. h. mit einer stärkeren Schluckstörung, einher. Patienten mit Oropharynx-Karzinomen schätzten ihre Schluckbeschwerden als besonders gravierend ein, die Beschwerden der Patienten mit Mundhöhlenkarzinomen waren dagegen am schwächsten ausgeprägt. Der Fragebogen gEAT-10 hat sich als verlässliches und valides Instrument zur Erfassung und Untersuchung von subjektiven Schluckbeschwerden bei Patienten mit Kopf-Hals-Krebs erwiesen (am)
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